Insbesondere labile Menschen könnten angestachelt werden

Nach Bluttat in Idar-Oberstein: BW-Minister Strobl befürchtet Nachahmer

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Nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein sieht der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine mögliche Gefahr durch Nachahmer.

"Das ist etwas, das einen berührt und traurig macht, dass dieser rechtschaffene Mitarbeiter auf diese tragische Weise zu Tode gekommen ist", kommentierte der Landesinnenminister die Bluttat, bei der am Wochenende ein 20-jähriger Kassierer erschossen wurde, nachdem er einen Kunden auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte.

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Warnung vor möglichen Nachahmern

Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg seien sensibilisiert, aber man könne "sicher nicht neben jede Tankstelle einen Polizisten oder einen Streifenwagen stellen".

"Es besorgt mich, dass dadurch Menschen angestachelt werden, Straftaten zu begehen. Insbesondere dass labile Menschen zu Straftaten angestachelt werden."

Man müsse auch auf dem Schirm haben, dass es möglicherweise Nachahmungstäter gebe, so Strobl. Er beobachte mit großer Sorge, was "alles an Hass erfüllten Parolen, an Hass und Hetze jetzt durch das Netz" marschiere.

Minister Strobl: Ein Hinweis auf die Maskenpflicht könne schon richtig sein

Das Verhalten des Kassierers sei an sich richtig gewesen, so der Minister. "Ich finde schon, dass man das als Bürger machen darf, vielleicht auch machen sollte, dass man seinen Nachbarn aufmerksam macht, eine Maske zu tragen." So ein Hinweis könne schon richtig sein.

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