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Bei einer Frau, die am 20. Dezember 2020 aus Großbritannien nach Baden-Württemberg eingereist ist, wurde heute die mutierte Variante des Coronavirus nachgewiesen.

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Laut baden-württembergischen Sozialministerium handelt es sich dabei um den ersten bekannten Fall in Deutschland. Die Mutation B.1.1.7 war zuvor erstmals in Großbritannien entdeckt worden. Wie das Ministerium weiter mitteilte, sei die Frau über den Flughafen in Frankfurt/Main nach Baden-Württemberg eingereist. Sie besuche derzeit Angehörige im Kreis Freudenstadt und befinde sich in häuslicher Isolation.

Mega-Schlange vor dem Corona Centogene Testzentrum am Flughafen in Frankfurt Frankfurt am Main (Foto: Imago, imago images / Jörg Halisch)
Vor dem Testzentrum am Flughafen in Frankfurt bildeten sich am 20. Dezember lange Schlangen. Hier schlug der Schnelltest der Passagierin positiv an Imago imago images / Jörg Halisch

Coronavirus: Erster Schnelltest positiv

Die Frau habe bereits am Sonntag bei ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen wie alle anderen Passagiere der von London-Heathrow kommenden Maschine einen Schnelltest gemacht, der positiv ausfiel. Verwandte hätten sie mit dem Auto vom Flughafen abgeholt, seitdem sei sie in häuslicher Quarantäne. Zur Diagnosesicherung erfolgte dem Sprecher des Sozialministeriums zufolge am Montag ein PCR-Test, der ebenfalls positiv ausgefallen sei.

Charité in Berlin weist Virusvariante B.1.1.7 nach

Die Abstrichprobe sei an die Berliner Charité übermittelt worden, das für diese Fälle zuständige Labor. Von dort sei am Donnerstag der Nachweis der Virusvariante B.1.1.7 erfolgt, so das Sozialministerium weiter. Die Frau habe milde Krankheitssymptome entwickelt. Insgesamt seien drei enge Kontaktpersonen ermittelt worden, die sich ebenfalls in Quarantäne befänden. Sie seien bislang nicht erkrankt, auch hier wurde eine Abstrich-Untersuchung in die Wege geleitet.

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