Eine Servicekraft läuft im Außenbereich eines Restaurants an Gästen vorbei. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

Corona-Regeln

BW-Gesundheitsministerium kritisiert Vielzahl an Corona-Verstößen in Gastronomie

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Das Gesundheitsministerium beklagt die erneut hohe Zahl an Verstößen gegen die Corona-Auflagen in der Gastronomie. Vor allem in den Großstädten sei das der Fall gewesen.

Alle Städte und Gemeinden waren gebeten, sich an den Kontrollen vergangene Woche Donnerstag und Freitag zu beteiligen. Allein in Stuttgart kamen bei 67 Kontrollen 62 Verstöße zusammen - 30 mal gab es kein Hygienekonzept. Ähnlich war es in Karlsruhe und Mannheim. Dutzende Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. "Wir können die aktuellen Freiheiten nur aufrechterhalten, wenn wir uns alle an die Vorgaben halten", sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) vergangene Woche über die Kontrollaktion.

Kontaktdaten nicht richtig erhoben - 3G nicht kontrolliert

 "Leider war die Zahl der Verstöße ähnlich hoch wie bei den letzten Kontrollen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. In den meisten Fällen hätten die Betriebe kein Hygienekonzept gehabt oder das Hygienekonzept sei fehlerhaft gewesen. "Es kam auch vor, dass die Kontaktdaten nicht oder nicht richtig erhoben wurden oder dass die 3G-Nachweise nicht richtig geprüft wurden."

Die Lage ist laut Gesundheitsministerium sehr angespannt. Es sei mehr denn je wichtig, dass sich die Menschen im Land an die Vorgaben hielten. "Nur so kommen wir sicher durch den Winter. Wir wollen deshalb nicht verschweigen: Auch weiterhin kontrollieren die Ordnungsämter stichprobenartig die Vorgaben der Corona-Verordnung", so der Behördensprecher.

Baden-Württemberg

Sorgen wegen Einschränkungen in Baden-Württemberg DEHOGA befürchtet Umsatzeinbruch wegen Corona-"Alarmstufe"

Ab Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die Corona-"Alarmstufe". Die Gastrobranche fürchtet jetzt Umsatzeinbrüche, wenn nur noch Geimpfte und Genesene in Restaurants oder Bars dürfen.  mehr...

Strengere Regeln ab Mittwoch in Gastronomie-Branche

Ab Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die "Alarmstufe". Die Gastronomiebranche fürchtet jetzt Umsatzeinbrüche, wenn nur noch Geimpfte und Genesene in Restaurants oder Bars dürfen. "Gerade jetzt im wichtigen Jahresendgeschäft verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage für unsere Betriebe richtig dramatisch, wenn es zu 2G kommt. Wir verlieren ein mögliches Drittel unserer Gäste", sagte der Vorsitzende des baden-württembergischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, Fritz Engelhardt.

Aktuell dürfen aufgrund der 3G-Regel auch Ungeimpfte mit negativem PCR-Test beispielsweise ein Restaurant besuchen. Gilt die Alarmstufe, heißt es aber 2G. Ungeimpfte dürfen dann auch mit negativem PCR-Test keine Gaststätten mehr besuchen. Das Bier oder den Wein können Ungeimpfte draußen und unter dem Heizpilz trinken. Sie müssen einen negativen PCR-Test mit dabei haben, wie ein DEHOGA-Sprecher sagte.

Was heißt das für die Weihnachtsmärkte?

Besucherinnen und Besucher müssen die 3G-Regel beachten. Wenn das Land in die "Alarmstufe" rutscht, wie es am Mittwoch der Fall ist, gilt laut der Corona-Verordnung Baden-Württembergs eine 2G-Pflicht. In der "Alarmstufe" gilt auf Weihnachtsmärkten die 2G-Regel überall da, wo die Besucherinnen und Besucher verweilen. Das heißt: Glühwein trinken oder Bratwurst essen am Verkaufsstand können dann nur Menschen, die geimpft oder genesen sind. Anders sieht es beim reinen Warenverkauf aus - beispielsweise von Wollsocken, Kerzen oder Weihnachtsdeko. Auch Ungeimpfte können diese Dinge einkaufen, da man keinen Unterschied machen kann zwischen dem Warenverkauf auf dem Weihnachtsmarkt und im Supermarkt.

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