Pfleger auf Krankenhausflur (Foto: picture-alliance / dpa)

Gesundheitswesen in Baden-Württemberg Investitionen in Krankenhäuser gehen leicht zurück

Über 220 Millionen Euro will die Landesregierung 2019 für Krankenhausprojekte ausgeben - weniger als im letzten Jahr.

Das Land will mit dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 222 Millionen Euro in die Krankenhauslandschaft investieren. Das grün-schwarze Kabinett hat am Dienstag in Stuttgart das entsprechende Bauprogramm für 2019 beschlossen. 15 Maßnahmen werden gefördert. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) betonte, trotz der zunehmenden Konzentrationsprozesse in der Krankenhauslandschaft dürften die ländlichen Gebiete nicht zu kurz kommen. Das Geld fließt unter anderem nach Elzach (Kreis Emmendingen), Sigmaringen und Nagold (Kreis Calw).

Klinikum Freudenstadt bekommt 90 Millionen Euro

Das größte Projekt des Jahreskrankenhausbauprogramms ist ein Teil-Neubau am Klinikum Freudenstadt. Den will das Land mit knapp 90 Millionen Euro bezuschussen. Krankenhäuser müssten auf der Höhe der Zeit sein, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Da 2019 auch Beträge aus den Programmen der vergangenen Jahre für noch laufende Bauprojekte ausgeschüttet werden, wird das Land insgesamt mehr als 450 Millionen Euro investieren. Mit davon 160 Millionen Euro werden nach Angaben des Sozialministeriums kleinere Anschaffungen pauschal gefördert.

Weniger Investitionen in BW-Krankenhäuser als in 2018

Im Jahr 2018 war das Volumen des Jahreskrankenhausbauprogramms mit 235 Millionen Euro noch höher. Nach eigenen Angaben hat das Land 2018 insgesamt 455 Millionen Euro in die Krankenhäuser investiert.

SPD: "Zahlenjongliererei"

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Hinderer, warf der Landesregierung und besonders Minister Lucha "Zahlenjongliererei" vor. "Trotz aller schönen Reden lässt sich nicht verbergen, dass die Landesmittel im Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 deutlich geringer sind als in den Vorjahren - Kürzung bleibt Kürzung, Herr Minister." Das Gegenrechnen mit Mehrausgaben in anderen Bereichen der Krankenhausförderung sei billig, betonte Hinderer.

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