Reisende warten am Bahnhof Stuttgart auf den TGV nach Paris (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

Gemeinsame Pläne von Bahn und SNCF

Mehr Zugverbindungen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich geplant

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Zwischen Stuttgart und Paris sollen bald mehr Züge fahren. Auch im grenzüberschreitenden Regionalverkehr gibt es Verbesserungen.

Die Deutsche Bahn und die französische SNCF weiten ihre Zusammenarbeit aus. Reisende und Pendler zwischen Baden-Württemberg und Frankreich können sich deshalb auf mehr und schnellere Bahnverbindungen freuen. So sollen zwischen Stuttgart und Paris bald mehr ICE- und TGV-Züge fahren als bisher. Geplant ist außerdem eine neue siebenstündige Direktverbindung zwischen Berlin und Paris über Frankfurt und Stuttgart. Sie soll Ende 2023 oder im Laufe des Jahres 2024 starten.

Derzeit fahren täglich fünf Züge zwischen Stuttgart, Karlsruhe, Straßburg und Paris. Auf welchen Strecken es künftig wie viele zusätzliche Züge geben wird, konnten die Bahnen noch nicht sagen. Bis voraussichtlich 2025 soll der Streckenausbau Saarbrücken-Ludwigshafen fertig sein, was auf der Route kürzere Fahrzeiten ermöglicht.

Neuer Halbstundentakt zwischen Straßburg und Offenburg

Erhebliche Verbesserungen soll es ab Ende 2024 auch im grenzüberschreitenden Regionalverkehr geben. Zwischen Straßburg, Kehl und Offenburg soll künftig alle 30 Minuten ein Zug pendeln. Ein Zwei-Stunden-Takt ist geplant zwischen Straßburg und Saarbrücken, Trier und Metz sowie Mulhouse und Müllheim.

Stündlich sollen außerdem Regionalbahnen pendeln auf den Strecken von Straßburg über Wissembourg nach Neustadt, von Straßburg über Wörth nach Karlsruhe und von Metz nach Saarbrücken. Welches Bahnunternehmen diese Züge fahren wird, wird in einer Ausschreibung bestimmt.

Weitere Verbindungen nach Südfrankreich geplant

Im Gespräch sind außerdem weitere Schnellverbindungen von Deutschland nach Südfrankreich. Bisher verkehrt einmal täglich der TGV von Frankfurt über Mannheim und Karlsruhe nach Marseille. Ob es künftig mehr tägliche Verbindungen auf dieser Strecke oder ganz neue Halte geben wird, ist noch unklar.

Kooperation seit 2007

Bahn-Chef-Richard Lutz und SNCF-Präsident Jean-Pierre Farandou unterzeichneten die Vereinbarung zur Ausweitung der 2007 gestarteten Hochgeschwindigkeitsverbindungen in Straßburg. "Wir stellen fest, dass die Menschen zu längeren Bahnfahrten bereit sind", sagte Farandou. Bahn-Chef Lutz wies darauf hin, dass angesichts der Klimakrise die Schiene das Verkehrsmittel schlechthin sei und die beste Alternative für Geschäfts- und Urlaubsreisen zwischen beiden Ländern biete.

Zugstrecke Stuttgart-Paris beliebt

Rund 25 Millionen Menschen sind seit der Vereinbarung 2007 nach Angaben beider Unternehmen in diesem Zeitraum in einen TGV oder ICE eingestiegen, um in das Nachbarland zu reisen. 

Im vergangenen Jahr habe sich die Hälfte der Reisenden zwischen Frankfurt und Paris für die Bahn und gegen das Flugzeug entschieden. Zwischen Stuttgart und Paris seien es sogar neun von zehn Reisenden gewesen.

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SWR