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Viele Studierende waren wegen der Corona-Pandemie noch bei keiner Vorlesung an der Uni vor Ort, manche kennen nicht mal ihre Kommilitonen. In Baden-Württemberg ändert sich das ab heute.

Am Wochenende hat die Landesregierung Ausnahmen in die Corona-Verordnung des Landes aufgenommen. So können ab heute wieder mehr mehr Studierende in Präsenz an den Hochschulen im Land lernen.

Die Ausnahmeregelung gilt für Studierende, die unmittelbar vor dem Abschluss oder vor abschlussrelevanten Teilprüfungen stehen. Bislang gab es lediglich Ausnahmen für Studierende im ersten Semester und für Lehrinhalte, die sich nicht ins Digitale übertragen lassen, wie etwa Laboruntersuchungen.

Kritik der Wissenschaftsminister: Unis nicht wie Schulen behandeln

Zuvor hatte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) mit ihren Länder-Kollegen den Bund aufgefordert, bei den neuen Corona-Regeln nachzubessern. Die Wissenschaftsministerinnen und -minister kritisierten, dass im neuen Bundesinfektionsschutzgesetz die Hochschulen genauso behandelt werden wie die Schulen.

In Regionen, in denen die Inzidenzwerte über 165 liegen, müssten die Hochschulen demnach komplett schließen. Das würde aber bedeuten, dass viele Studierende dieses Semester nicht mehr richtig zu Ende bringen könnten, warnte Bauer.

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