Baden-Württemberg

Zahl der Privatinsolvenzen stark gestiegen

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In Baden-Württemberg sind im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum pleite gegangen. In der ersten Jahreshälfte lag die Zahl der Privatinsolvenzen bei 5.901, wie aus dem "Schuldenbarometer" der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel hervorgeht. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug mehr als 50 Prozent. 2020 hatte die Zahl im ersten Halbjahr bei 3.929 gelegen. Bundesweit gab es demnach von Januar bis Ende Juni 57.992 Privatinsolvenzen - und damit ebenfalls mehr als im vergangenen Jahr (56.324). Zuvor seien die Zahlen zehn Jahre lang gesunken, hieß es. Den starken Anstieg im ersten Halbjahr führt die Wirtschaftsauskunftei größtenteils darauf zurück, dass viele Betroffene eine Gesetzesreform abgewartet hätten. Danach werden sie nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit. Die Verkürzung gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2020.

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