Sirene (Foto: SWR)

Für mehr Sicherheit auf dem Land

Städte und Gemeinden in BW fordern mehr Geld für Sirenen

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Um besser vor Katastrophen warnen zu können, fordern die Kommunen in BW mehr Geld für Sirenen. Die Fördermittel des Bundes reichten für etwa 1.000. Die Kommunen wollen aber mehr Sirenen.

Die Kommunen in BW fordern mehr Geld für Sirenen, um besser vor Katastrophen wie Überschwemmungen warnen zu können. Die Fördermittel des Bundes reichten für etwa 1.000 Sirenen auf Dächern, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Städte-, Gemeinde- und Landkreistag Baden-Württemberg am Freitag. Die Kommunen wollen demnach aber 3.000 Sirenen anbringen oder modernisieren.

Land braucht 3.000 Sirenen

Der Bund hatte im vergangenen Jahr ein Förderprogramm für Sirenen aufgelegt. Von den 88 Millionen Euro stehen Baden-Württemberg 11,2 Millionen Euro zu, was aus Sicht der kommunalen Verbände viel zu wenig ist. Die Kommunen im Baden-Württemberg hätten durch Anträge für Sirenen schon 36,8 Millionen Euro beantragt. Die Verbände fordern daher, die Fördergelder im Bundeshaushalt 2022 entsprechend zu erhöhen. Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte bereits im Dezember verlangt, dass der Bund mehr Geld für Sirenen bereitstellt.

Nach Starkregen waren Mitte Juli 2021 im Westen Deutschlands zahlreiche Ortschaften überflutet worden. Insgesamt 183 Menschen starben, die meisten von ihnen in Rheinland-Pfalz. Wie sich später herausstellte, waren die Menschen in einigen betroffenen Gemeinden nicht mit Sirenengeheul gewarnt worden.

Für die eigene Sicherheit kann man sich noch die NINA-Warn-App auf das Handy herunterladen. Die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) warnt den Userinnen und User deutschlandweit vor Gefahren, auf Wunsch auch mit dem aktuellen Standort. Herausgeber ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK).

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