Leeres Restaurant (Foto: IMAGO, imago images / imagebroker)

DEHOGA-Verband erwartet hohe Umsatzeinbußen

Gastronomen in Heidelberg leiden unter Weihnachtsfeier-Absagen

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In vielen Hotels und Restaurants in der Rhein-Neckar-Region stehen die Telefone nicht still: Es hagelt Absagen von Weihnachtsfeiern. Wegen Corona. Der Frust ist groß.

Nicht nur Privatleute, sondern vor allem auch Firmen stornieren gerade ihre Advents- und Weihnachtsfeiern. Der baden-württembergische Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) erwartet erneut hohe Umsatzeinbußen. 

Corona-Zahlen könnte Weihnachtsfeier platzen lassen

Beispiel: Die "Bürgerwerke", ein Heidelberger Ökostrom-Anbieter mit 25 Mitarbeitern. Mitte Dezember will sich das gesamte Team zu einer Weihnachtsfeier treffen, in einem Restaurant auf dem Heiligenberg bei Heidelberg-Handschusheim. Doch die rasant steigenden Corona-Zahlen könnten die Sache platzen lassen. 

"Es ist nicht klar, wenn ja, mit welchen Regeln denn genau: 3G, 2G, 2G plus? Das ist gerade noch unklar und dementsprechend überlegen wir gerade, müssen wir die Feier absagen oder nicht."

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Corona-Warnstufe lässt Menschen zweifeln

Andere Unternehmen aus der Rhein-Neckar-Region haben ihre Weihachtsfeiern bereits storniert. Auch deshalb, weil so mancher Chef die inzwischen hitzigen Diskussionen ums Impfen umgehen will. Im Heidelberger Restaurant "Kulturbrauerei" feiern normalerweise bis zu dreißig Firmen in der Woche. Die neue Corona-Alarmstufe lässt die Menschen aber zweifeln.  

"Alarmstufe - ist ja auch schon ein beängstigendes Wort. Und da überlegen sich die Leute schon zwei oder dreimal: Geh ich jetzt vor die Tür? Geh ich ins Restaurant? Oder bin ich alarmiert und bleibe zuhause?"

Über die Hälfte der Weihnachtsfeiern werden abgesagt. Das ist das Ergebnis einer neuen DEHOGA-Umfrage. Befragt wurden dafür 2.000 Mitgliedsbetriebe.

"Wir brauchen die Überbrückungshilfe 3 weiter. Und was wir überhaupt nicht mehr brauchen können, wäre ein erneuter Lockdown! Das würden viele nicht überleben."

Schärfere Corona-Regeln, hohe Personal- und Fixkosten

Das Weihnachtsgeschäft mache in der Branche oft ein Drittel des Jahresumsatzes aus, so die DEHOGA. Doch auch in zahlreichen Hotels bleiben die Zimmer leer, sind die Buchungen von jetzt auf gleich eingebrochen. Zum Beispiel auch im Hotel "Vier Jahreszeiten" gegenüber der Alten Brücke in Heidelberg. 60.000 Euro Personal- und Fixkosten muss Hotelchef Thomas Weil Monat für Monat stemmen. Mit den jetzt verschärften Corona-Regeln werde das kaum mehr zu schaffen sein, so Weil.

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