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Weil er eine Frau im Schlaf vergewaltigt hat, ist ein Mann am Mannheimer Landgericht zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren verurteilt worden. In einem ersten Prozess am Amtsgericht war er zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. In dem Berufungsverfahren erhöhte das Gericht allerdings das Strafmaß. Zuvor hatten Verteidigung und Staatsanwaltschaft Revision beantragt. Der zum Tatzeitpunkt 28 Jahre alte Mann war im November 2020 über ein Gerüst in der Mannheimer Innenstadt in die Wohnung einer Frau geklettert und hatte sich zu ihr ins Bett gelegt. Dort war er ihr mit dem Finger in den Genitalbereich eingedrungen. Strafrechtlich ist das eine Vergewaltigung. Die 22-jährige Frau hatte den Mann erst in diesem Moment bemerkt. Der jetzt Verurteilte stand unter Alkohol und Drogeneinfluss. Das Urteil wurde geteilt: 3 Jahre und zwei Monate Haft für die Vergewaltigung, zehn Monate für Drogendelikte, so ein Gerichtssprecher auf SWR-Anfrage.

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