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Der Fall um einen Mann, der im südhessischen Birkenau sein Wohnhaus in die Luft gesprengt hatte und dafür zu acht Jahren Haft verurteilt worden war, muss neu verhandelt werden. Das hat der Karlsruher Bundesgerichtshof bekannt gegeben. Zur Begründung heißt es: Das Landgericht Darmstadt habe in seinem Urteil vom November 2019 nicht ausreichend geprüft, ob der Angeklagte wegen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung überhaupt schuldfähig war. Der damals 60-Jährige aus Birkenau-Löhrbach hatte im März 2019 sein Haus in die Luft gesprengt. Er hatte zunächst Kraftstoff im Haus verteilt und danach Gas ausströmen lassen. Ein selbst gebauter Zünder sorgte dann für die verheerende Explosion, bei der aber niemand verletzt worden war. Er habe damit die Zwangsversteigerung des Hauses verhindern wollen.

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