1.200 Dosen für junge Menschen

Impfaktion für Studierende der Uni Heidelberg gestartet

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Nach über einem Jahr Online-Lehre hofft man in Heidelberg darauf, dass der Uni-Alltag wieder in Präsenz möglich wird. Auch deswegen wurden am Montag Studierende gegen Corona geimpft.

First come, first serve: Wer zuerst da war, kam bei der Impfaktion für die Uni Heidelberg auch als Erstes dran. Seit Montagmorgen wurde geimpft, wer immatrikuliert ist und einen negativen Corona-Schnelltest dabei hat. Schon seit dem frühen Morgen standen Studierende deswegen in der Schlange, um an eine der 1.200 Impfdosen zu kommen.

Vier Ärzte von der HNO-Praxis Dres. Horn & Choudhry im Stadtteil Neuenheim und viel Personal standen zur Verfügung, um die Studierenden zu impfen. Sie hatten der Universität Heidelberg die Impfaktion angeboten. Die Praxis war schnell an die vielen Impfstoffdosen gekommen, weil sie in anderen Praxen nicht abgerufen wurden.

Impfaktion der Uni Heidelberg: Höchste Zeit

Für den Direktor der Universität Heidelberg, Bernhard Eitel, ist es höchste Zeit, dass die Studierenden geimpft werden. Er habe schon vor einem Jahr gefordert, dass die Studierenden nicht vergessen werden, sagte er im Interview mit SWR Aktuell. Leider hätten sowohl der Bund als auch das Land Baden-Württemberg die Studierenden über anderthalb Jahre in der Corona-Krise nicht auf dem Radar gehabt. Deshalb sei es nur fair, dass Studentinnen und Studenten jetzt ein Impf-Angebot erhalten.

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Studierende sind erleichtert

Die Studentinnen und Studenten in der Schlage zeigten sich erleichtert, eine Chance auf den Impfstoff zu haben. Doch trotzdem haben viele das Gefühl, hinten angestellt zu werden. Auch Student Robin Grauer geht es so. Er findet: Die Studenten kommen zu kurz.

Arzt: Impfaktion in Heidelberg ist sinnvoll

Einer der impfenden Ärzte ist der Allergologe Andreas Horn, der mit drei Kollegen die Praxis betreibt. Da keine Termine vergeben wurden, sollten die Studierenden etwas Zeit mitbringen. Wer am Montag leer ausgehe, bekomme einen Gutschein für einen Termin am zweiten Tag der Impfaktion, verspricht der Arzt.

"Es ist eine sinnvolle Aktion für das Gemeinwohl. Wir sind eine Studentenstadt. Irgendetwas muss jetzt geschehen."

Oft haben jüngere Menschen keinen Hausarzt in der Stadt, in der sie studieren, erklärte Andreas Horn. Deswegen ist es für sie nicht einfach, ein Impfangebot zu erhalten. Deswegen hält Horn die Impfaktion für Studierende für sinnvoll.

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