Blaulicht auf einem Einsatzwagen der Polizei Trier.  (Foto: SWR)

Polizei löst 59-köpfige Sonderkommission auf

Staatsanwaltschaft Mannheim: Mann starb durch äußere Gewalt

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Im Dezember ist ein 37-Jähriger in Mannheim tot aufgefunden worden. Jetzt steht fest: Er starb durch eine Gewalttat. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.

Der 37-Jährige, der im Dezember in Mannheim tot aufgefunden wurde, ist durch inneres Verbluten infolge von äußerer Gewalteinwirkung gestorben. Das hat die Obduktion ergeben. Die Leiche des wohnsitzlosen Mannes war am 10. Dezember 2022 in der Nähe des Mannheimer Neckarufers entdeckt worden. Was sich dort genau abgespielt hat, sei aber immer noch nicht klar, so die Staatsanwaltschaft Mannheim auf SWR-Anfrage.

Die Staatsanwaltschaft geht von mehreren Tritten oder Schlägen aus, eventuell auch von einem Schlag mit einem Gegenstand, der jedoch nicht gefunden werden konnte. Ein 25 Jahre alter Mann gilt weiterhin als dringend tatverdächtig. Er wurde etwa zehn Tage nach dem Vorfall in Köln festgenommen.

Mannheim

Polizei geht von Tötungsdelikt aus Männerleiche in Mannheim gefunden - War es ein Verbrechen?

In Mannheim ist ein 37-jähriger Mann am Samstag in der Nähe des Neckarufers tot aufgefunden worden. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen von einem Verbrechen aus.

Tatverdächtiger sitzt weiterhin in Untersuchungshaft

Der Vorwurf lautet Körperverletzung mit Todesfolge, so die Staatsanwaltschaft weiter. Zum Tatvorwurf habe sich der Mann bislang nicht geäußert. Die 59-köpfige Sonderkommission hat sich laut Polizei Anfang Januar aufgelöst. Die Ermittlungen der Kripo zu den genauen Tatumständen dauern an.

Obdachlosen-Treff ist geräumt worden

Die Leiche des 37-Jährigen war in der Nähe des OEG-Bahnhofs gefunden worden. Der Ort ist als Obdachlosen-Treff bekannt. Dieser ist nach dem Leichenfund geräumt worden.

Eine Streetworkerin der Caritas, die die Obdachlosen vor Ort betreut hat, sagte dem SWR, der überdachte Platz sei nach dem Tötungsdelikt von der Polizei abgesperrt worden. Zudem sei er komplett vermüllt gewesen. Außerdem sei es zeitweise extrem kalt gewesen.

Aus diesem Grund seien viele Obdachlose in andere Unterkünfte ausgewichen und die Stadtreinigung habe den Unterstand geräumt. Die Streetworkerin rechnet eigenen Angaben zufolge allerdings damit, dass die Obdachlosen mittelfristig zurückkehren werden. Die Fläche hatte die Stadt als Aufenthaltsort für diese Menschen eingerichtet.

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SWR