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Ein Syrischer Braunbär im Zoo Heidelberg ist eingeschläfert worden. Er litt an einer Erkrankung, die ihm das Leben schwer machte.

Der männliche Braunbär trug den Namen Martin. Bereits Mitte Dezember hatten Tierpfleger und die Zootierärztin den humpelnden Gang des stattlichen Bären beobachtet. Sein Zustand verschlechterte sich in den darauffolgenden Tagen stark und besserte sich auch nach einer Schmerztherapie nicht.

Keine Heilung für Martin

Der Zoo ließ die Gelenke unter Narkose röntgen. Der 18-jährige Bär litt unter massiver Arthrose in beiden Kniegelenken, die ihm starke Schmerzen verursachte. Da es für das Tier keine Heilung mehr gab, schreibt der Zoo Heidelberg, entschieden Zooleitung, Tierärztin und Tierpfleger, das Leiden des Bären zu beenden und schläferten ihn am 5. Januar 2021 ein.

Syrischer Braunbär Martin (Foto: Zoo Heidelberg)
Zoo Heidelberg

Kein Nachwuchs im Bärengehege

Martin war im Herbst 2017 nach Heidelberg gekommen. Seit 2018 lebte er gemeinsam mit Bärin Ronja in der großen Bärenanlage direkt beim Zooeingang. Im Sommer sorgte er ab und zu mit Wasserspritzern für eine kleine Abkühlung der Besucher.

Syrische Braunbären gelten als Unterart des Europäischen Braunbären. Sie gehören mit einer Körperlänge von 1,5 bis 2 Metern zu den kleineren Bären. Martin war allerdings mit einer Schulterhöhe von über 80 Zentimetern und einem Gewicht von 330 Kilogramm ein außergewöhnlich großer Vertreter seiner Art.

Syrische Braunbären bedroht

In vielen natürlichen Verbreitungsgebieten sind Syrische Braunbären von der Ausrottung bedroht oder bereits ausgerottet. Die Verbindung mit der Bärin Ronja brachte keinen Nachwuchs. Der Zoo Heidelberg hofft für Bärin Ronja, die im Winterschlaf ist, wieder einen neuen Partner zu finden.

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