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Gute Nachrichten aus dem Heidelberger Zoo: Sumatra-Tigerin Karis hat Nachwuchs bekommen. Das freut nicht nur die Besucher, sondern auch die Zooleitung – denn die seltenen Wildkatzen sind vom Aussterben bedroht.

Nach Angaben des Heidelberger Zoos wurden die drei Tiger-Babys bereits Ende Februar geboren. Zur Welt gebracht wurden sie in einer sogenannten Wurfbox im Raubtierhaus. In den ersten 14 Tagen wurden die Tigerkinder von ihrer Mutter Karis fast rund um die Uhr betreut - lediglich zum Fressen ließ die Sumatra-Tigerin ihre Kinder alleine. Vater Tebo ist an der Aufzucht der Jungen nicht beteiligt.

Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern (Foto: Zoo Heidelberg)
Tiger-Mama Karis weicht ihrem Nachwuchs nicht von der Seite Zoo Heidelberg

Hohe Sterberate unter Jungtieren

Die ersten vier Wochen nach der Geburt sind laut Zoo eine kritische Zeit, in der sich zeigt, ob die Jungtiere überleben. Für Karis ist es der zweite Wurf. Ihre Kinder aus dem ersten Wurf im vergangenen Sommer waren kurz nach der Geburt gestorben. Das ist laut Zoo nicht ungewöhnlich, da die Sterberate der Jungtiere bei den ersten Würfen grundsätzlich sehr hoch ist.

Besucher müssen sich noch gedulden

Bis die Zoo-Besucher die drei kleinen Tiger sehen werden, wird es nach Angaben der Zooleitung noch mehrere Wochen dauern. Um sich in der Außenanlage aufzuhalten zu können seien sie noch zu klein. Die Tierpfleger beobachten ihre Schützlinge über Kameras, um sie so wenig wie möglich zu stören.

Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern (Foto: Zoo Heidelberg)
Säugen wie am Fließband Zoo Heidelberg

Sumatra-Tiger stark bedroht

Der Zoo Heidelberg beteiligt sich nach eigenen Angaben seit 1998 am Europäischen Zuchtprogramm für Sumatra-Tiger. Grund dafür ist laut Zoo, dass der Bestand in freier Wildbahn immer weiter abnimmt. Außerdem gebe es einen illegalen Handel mit Tigerprodukten, die vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt werden. Nach aktuellen Schätzungen gibt es nur noch wenige hundert frei lebende Exemplare.

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