Unterbringungsplätze kurzfristig verfügbar

Rhein-Neckar-Kreis sieht sich gerüstet für Anstieg der Flüchtlingszahlen

STAND

Der Rhein-Neckar-Kreis kann kurzfristig die Unterbringung einer großen Zahl von Flüchtlingen gewährleisten, so das Landratsamt. Mit einem Anstieg der Zahlen rechnet die Behörde aber frühestens im Herbst und Winter.

Der Rhein-Neckar-Kreis hat zurzeit mehr als 1.000 Unterbringungsplätze in der vorläufigen Unterbringung. Am 31. Juli 2021 waren davon 445 Plätze belegt. Darüber informiert die zuständige Ordnungs- und Gesundheitsdezernentin Dezernentin Doreen Kuss. Durch Nachverdichtung und Anpassung könne die Zahl der Plätze deutlich erhöht werden.

Flüchtlinge (Foto: SWR)
Flüchtlinge

Der Rhein-Neckar-Kreis profitiert in dieser Frage vom sogenannten LEA-Prinzip. Weil die Tompkins-Kaserne in Schwetzingen als Erstaufnahmeneinrichtung des Landes genutzt wird, wird nur die Hälfte der Flüchtlinge dem Kreis zugeteilt, die nach dem bekannten Schlüssel verteilt werden.

Anstieg frühestens Herbst und Winter

Das Landratsamt rechnet wegen der erschwerten Grenzübergänge auf den Fluchtrouten frühestens im Herbst und Winter mit einem Anstieg der Zahlen. Zu den bisherigen Zahlen sagte Doreen Kuss:

"Im Jahr 2015 hatten wir einen Zugang von 4.785 Personen, im Jahr 2016 verzeichneten wir 2.608. In den Folgejahren war der Zugang bereits unter 1.000 Personen: Im Jahr 2020 kamen nur 321 Personen.“

Wie in der Hochphase der Flüchtlingswelle kommen nach Angaben des Landratsamtes die meisten Menschen aus Syrien. In der vorläufigen Unterbringung seien derzeit knapp 100 Personen aus Syrien. Afghanistan gehört aber bereits jetzt zu den Top-5- Zugangsländern – zusammen mit der Türkei, dem Irak und Nigeria.

Viele Einrichtungen geschlossen

Um den Jahreswechsel 2015/2016 verfügte der Rhein-Neckar-Kreis noch über insgesamt rund 8.000 Unterbringungsplätze – inklusive Notunterbringung. Die Kreisverwaltung hat dann Einrichtungen geschlossen. Darunter das Camp in Schwetzingen, aber auch Notunterkünfte in Leimen, Weinheim, Sinsheim, Wiesloch, Schwetzingen, Walldorf und Oftersheim. Es sind dann zwischen Oktober 2018 bis August 2021 weitere 31 teilweise auch kleinere Liegenschaften aufgeben worden, so das Landratsamt.

Ramstein-Miesenbach

Drehkreuz für Rettungsflüge Alle Geflüchteten aus Afghanistan sollen von der Air Base Ramstein ausgeflogen werden

Mehr als 28.000 Menschen aus Afghanistan sind mittlerweile im pfälzischen Ramstein angekommen. Für sie sei die Air Base nur eine Zwischenstation, betonen die USA.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

STAND
AUTOR/IN