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Kühl beschrieb die Rechtsmedizinerin dem Mannheimer Landgericht, was sie am Tatort vorfand. Der Täter hat den Kopf seines Opfers mit der Sektflasche regelrecht zertrümmert.

Ein 34 Jahre alter Mann hat laut Anklage einen 36-Jährigen in dessen Mannheimer Wohnung mit einer Sektflasche erschlagen. Am Montag, den 15. Februar, legte eine Rechtsmedizinerin aus Heidelberg dem Mannheimer Landgericht ihr Gutachten vor. Der Körper des Opfers hatte schon längere Zeit dort gelegen, trotzdem ließ sich der Tathergang im Wesentlichen rekonstruieren.

Massive Schläge auf den Kopf

Laut Staatsanwaltschaft hatte der 34-Jährige immer wieder auf sein Opfer eingeschlagen und dadurch sein Leiden bewusst hinausgezögert. Die Rechtsmedizinerin bestätigte: Die Blutspuren im Zimmer belegen, dass das Opfer noch längere Zeit gelebt hat. Die massiven Schläge mit der Sektflasche haben den 36-jährigen Mann aber letztlich getötet. Der erste Schlag kam seitlich, vermutlich am Schreibtisch.

Bei der Tat waren offenbar Drogen mit im Spiel. Zumindest hatte das Opfer Spuren von Cannabis, Kokain und Amphetaminen im Blut. Ein Drogendealer aus Mutterstadt sagte anschließend aus, den Angeklagten offenbar mit Drogen versorgt zu haben.

Der Angeklagte gestand sofort

In der Anklage heißt es, der 34-Jährige habe den Mord aus Wut darüber begangen, dass er nicht bei seinem Bekannten übernachten durfte. Ob das tatsächlich das Motiv war, ist derzeit aber noch unklar. Der Angeklagte wurde zwei Wochen nach der Tat festgenommen und hat daraufhin sofort gestanden.

Der 34-Jährige stammt aus dem Irak und kam 2016 als Geflüchteter nach Deutschland. Er hat in seiner Heimat Journalismus studiert und eine Ausbildung beim amerikanischen Militär absolviert. Weil er keine Zukunftsperspektiven mehr für sich sah, war er von dort geflohen.

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