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Auf der B37 von Heidelberg-Schlierbach nach Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis) wird heute ein provisorischer Radweg eingeweiht. Der landesweit einzigartige Verkehrsversuch soll zwei Jahre laufen.

Auf der 3,6 Kilometer langen Strecke entlang der Bundesstraße 37 fällt dafür eine Autospur weg. Die Hochschule Karlsruhe begleitet den Modellversuch. Experten untersuchen, ob ein Radweg auf der Strecke sinnvoll ist und ob tatsächlich vier Fahrspuren benötigt werden oder drei ausreichen. Radfahrer können die Strecke bereits nutzen, am Mittwoch fällt allerdings der offizielle Startschuss für die zweijährige Testphase.

Aufwändige Umbauarbeiten entlang der B37

Für die Radspur wurden Bushaltestellen umgebaut, Markierungen, Schutzeinrichtungen und Schilder hergestellt sowie Ampeln angepasst. Mit dem Projekt will die Stadt Heidelberg den Radverkehr fördern. Die Erfahrungen mit dem Verkehrsversuch fließen in Planungen für spätere Baumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen ein. Die Kosten teilen sich Bund, Land und Stadt.

Radweg auf der B37 (Foto: SWR)
Abgeschirmt vom Auto- und Lkw-Verkehr. Der Modellversuch soll Radfahrende entspannter und vor allem sicherer zwischen Heidelberg und Neckargemünd pedalieren lassen.

Infrastruktur für Zweiräder anpassen

Raoul Schmidt-Lamontain, der Klimabürgermeister der Stadt Heidelberg, hält den Radweg für eine wichtige infrastrukturelle Ergänzung. Gegenüber dem SWR sagte er, man wolle die Menschen motivieren, ihr Fahrrad zu nutzen.

"Angesichts der Nähe zwischen Neckargemünd und Heidelberg möchten wir den Leuten etwas anbieten. Dann kann man die Strecke verbreitern. Dafür fehlt der Platz. Wir haben die Entscheidung getroffen, dem Auto eine Spur wegzunehmen."

C02-Emmissionen verringern

Die jetzige provisorische Lösung ist ein Versuch, der also quasi den beengten Verkehrsverhältnissen entlang des Neckars geschuldet ist. Aus Mangel an Alternativen entstand diese Idee. Mit dem Projekt will die Stadt Heidelberg den Radverkehr nach eigenen Angaben weiter fördern. Der Autoverkehr und damit CO2-Emissionen sollen langfristig reduziert werden, denn auch diese Maßnahme ist Teil des Klimaschutz-Aktionsplans: Heidelberg will spätestens bis zum Jahr 2050 klimaneutrale Stadt sein.

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