Menschen demonstrieren (Foto: SWR)

Zusammentreffen mit Israel-Demo blieb friedlich

Rund 1.500 Menschen bei Pro-Palästina-Demo in Mannheim

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Linda Rodriguez
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Harald Bürk

In Mannheim haben rund 1.500 Menschen gegen den Krieg in Gaza demonstriert. Nach der Kundgebung am Alten Messplatz begann der Protest-Zug durch die Innenstadt in Richtung Schloss.

Rund 1.500 Menschen sind laut einer Schätzung der Polizei am Samstagnachmittag durch die Mannheimer Innenstadt gezogen, um gegen den Krieg in Gaza zu demonstrieren. Dazu eingeladen hatten mehrere palästinensische Gruppen, darunter Free Palastine Mannheim und Zaytouna Rhein-Neckar-Kreis. Sie fordern "die Befreiung Palästinas und ein Ende des Genozids in Gaza". Zuvor hatten sie sich am Alten Messplatz zu einer Kundgebung versammelt.

Pro-Palästinensischer Demo-Zug passiert Israel-Kundgebung

Auf ihrem Weg in Richtung Schloss kamen die Demonstrierenden auch am Paradeplatz vorbei. Dort hatten sich laut Polizei rund 50 Personen zu einer Pro-Israel-Kundgebung versammelt. Dazu eingeladen hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft sowie die jüdische Gemeinde Mannheim.

Sie wollten nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen Antisemitismus und Israel-Hass setzen, aber auch der Opfer der Zivilbevölkerung in Gaza gedenken. Die Anhänger beider Demos hielten sich ihre Plakate entgegen. Es blieb aber friedlich.

Demonstrierende halten pro-israelische Plakate in die Luft (Foto: SWR)
Am Paradeplatz versammelten sich laut Polizei rund 50 Demonstrierende zu einer Kundgebung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der jüdischen Gemeinde Mannheim. Sie zeigten ihre Plakate in Richtung des pro-palästinensichen Demozugs. Es blieb aber friedlich.

Starke Polizeipräsenz und Auflagen der Stadt

Beide Demonstrationen wurden von großer Polizeipräsenz begleitet, um Ausschreitungen zu verhindern. Außerdem hatte die Stadt Mannheim den Veranstaltern der Palästina-Demo sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft im Vorfeld mehrere Auflagen für die Demonstrationen gemacht.

So sollten strafbare Äußerungen beziehungsweise Handlungen verhindert werden. Die Veranstalter mussten zum Beispiel eine angemessene Anzahl an Ordnern bereitstellen, außerdem gab es ein Verbot der Aufstachelung zu Hass gegen Bevölkerungsgruppen. Nach Angaben der Polizei wurden diese Auflagen eingehalten.

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