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Unbekannte haben offenbar eine Cyber-Attacke auf eine Heidelberger Schule gestartet. Beim Online-Unterricht einer sechsten Klasse tauchten pornographische und rechtsradikale Inhalte auf.

Die Schulleitung der betroffenen Realschule habe sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls die Polizei informiert. Die mutmaßliche Cyber-Attacke hatte nach Polizeiangaben bereits am Freitagvormittag stattgefunden.

Schüler arbeiten den Vorfall mit der Polizei auf

Zusätzlich zu dem pornografischen und rechtsradikalen Material seien Musikvideos eingespielt worden, so die Polizei. Die betroffenen Schüler arbeiten das Geschehen mit speziell dafür geschulten Beamten auf.

Staatsschutz ermittelt

IT-Experten der Polizei haben die Ermittlungen übernommen. Auch Spezialisten des Staatsschutzes ermitteln in dem Fall.

Schüler vor dem Computer beim Online-Unterricht (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt)
Schüler vor dem Computer beim Online-Unterricht picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

Ähnliche Vorfälle in anderen Bundesländern

Bereits am Donnerstag waren ähnliche Vorfälle in Hessen und Bayern bekannt geworden. Dort waren Nacktbilder oder pornografische Darstellungen in Lernplattformen von Grundschülern aufgetaucht.

Hessen: Lehrerin aus Videokonferenz geworfen

In einem Fall im hessischen Florstadt hat sich ein Unbekannter in eine Videokonferenz eingewählt, die Lehrerinnen herausgeworfen und den Schülerinnen und Schülern Pornografie gezeigt.

Bayern: Achtjährige bekommt Nacktfotos

Auch im bayerischen Mainburg hatte sich ein Unbekannter Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft. Eine Achtjährige habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes angezeigt bekommen, teilte die Polizei mit.

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