Pop macht Schule

Pop macht Schule

Popakademie Mannheim jammt mit Schülern in der Metropolregion

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AUTOR/IN
Janina Hecht

Bei "Pop macht Schule" bringen Studierende der Mannheimer Popakademie Schülern bei, wie man Musik macht. Den Auftakt hat die Biedensandschule in Lampertheim (Kreis Bergstraße) gemacht.

Ein Schlagzeuger, mehrere Jungs und Mädchen an der E-Gitarre und am Bass, vier Mädchen am Mikrofon und dazu coole Sonnenbrillen und Hoodies mit Kapuze - diese Gruppe übt seit zwei Tagen mit Studierenden der Popakadamie zwei Songs ein. Einer davon ist das Lied "Baby, du siehst gut aus" der ehemaligen Mannheimer Band Bakkushan.

Pop macht Schule
"Baby, du siehst gut aus" geht mit Hoodie und Sonnebrille richtig gut

Sänger und Songwriter der Band Bakkushan zufällig dabei

Und dann gibt es eine große Überraschung für die Schüler und Schülerinnen: Der Pressesprecher der Mannheimer Popakademie, Daniel Schmidt, ist gerade mit im Klassenzimmer und hört zu. Er war früher der Sänger der Band Bakkushan und hat das Lied mitgeschrieben. Seinen eigenen Song hier in der Biedensandschule in Lampertheim zu hören, ist schon toll, sagt er.

"Megacool! Die Band gibt es schon lange nicht mehr. Schön, wenn das so am Leben gehalten wird!"

Angelique ist 15 Jahre alt und hat den Song gerade an der E-Gitarre mit performt. Für sie war das jetzt aufregend, das Lied vor dem zu spielen, der es geschrieben hat. Am Anfang war es ein kleiner Schock, sagt sie. Aber dann hätten sie sich extra ins Zeug gelegt, um ihn zu beeindrucken, und sie seien ganz stolz, dass sie das Lied spielen könnten nach zwei Tagen Arbeit mit der Popakademie.

Noch nie ein Instrument in der Hand

Pop macht Schule
Zwei Tage Übung reichen für einen coolen Song

Im Nebenzimmer probt in einem anderen Workshop eine große Band mit vielen Schülerinnen und Schülern. Der 12-jährige Brian spielt E-Gitarre. Er hatte vor dem Workshop noch nie ein Instrument in der Hand. Er ist erstaunt, wie gut das jetzt nach zwei Tagen schon funktioniert.

"Ich hätte es nicht gedacht, aber weil wir so gute Lehrer hatten, hat es gut geklappt. Ich bin schon stolz auf mich."

Die Schüler lernen Soft Skills in den Workshops

Es gibt aber auch noch andere Workshops rund um Musik, zum Beispiel Producing. Bei diesem Workshop mixen und produzieren die Schülerinnen und Schüler Songs am Laptop und produzieren einen ganzen Tonträger. In einem anderen Workshop erfahren sie, wie man eine Band managt und groß raus bringt, vom Bandnamen über den Social Media-Auftritt bis hin zum Erstellen von Videos.

In den Workshops lernen die Kids Fertigkeiten, die sie später im Leben gut gebrauchen können, sagt der Künstlerische Leiter des Projekts "Pop macht Schule" und Professor an der Popakademie, Axel Schwarz. Wer Musik mache, sei in der Regel unglaublich teamfähig, habe große Kommunikationsfähigkeiten, verfolge einen lösungsorientierten Ansatz und sei kreativ. Diese Fertigkeiten könne man auch in anderen Jobs gut gebrauchen. Die Schüler und Schülerinnen lernten das auch im Zuge von "Pop macht Schule".

"Wir wollen unsere Leidenschaft für Musik weitergeben."

Einige Schüler haben später an der Popakademie studiert

Das Projekt "Pop macht Schule" gibt es bereits seit 2005. Einige hat es so begeistert, dass sie sich nach ihrem Schulabschluss an der Popakademie beworben haben. Einige Absolventen und Absolventinnen der Popakadmie hätten damals an den ersten Runden des Projekts, damals noch unter dem Namen "School of Rock", teilgenommen.

"Pop macht Schule" bringt den Kindern unheimlich viel

Die Biedensandschule ist bereits zum zweiten Mal bei „Pop macht Schule“ dabei. Musik-Lehrer Peter Schäfer, hat das Projekt nach 2019 nun wieder nach Lampertheim geholt. Es bringt den Kindern und Jugendlichen unheimlich viel, sagt er.

Die Schüler sind auf jeden Fall alle sehr begeistert und auch ein bisschen aufgeregt. Denn am Mittag kommen die Eltern, und dann wird vorgeführt, was sie in den zwei Tagen gelernt und einstudiert haben.

Die Popakademie Mannheim ist mit "Pop macht Schule" noch bis zum 16. März an Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar unterwegs.

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Janina Hecht