Corona-Protest in Mannheim  (Foto: Priebe/pr-video)

800 Teilnehmer, 13 verletzte Polizisten

Corona-Protest in Mannheim wird Thema im Innenausschuss

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Die Polizei hat am Montagabend in der Mannheimer Innenstadt nicht angemeldete Versammlungen mit 800 Menschen aufgelöst. Dabei wurden 13 Beamte verletzt. Jetzt soll sich der Landtag damit beschäftigen.

SPD-Abgeordnete um den Mannheimer Boris Weirauch haben beantragt, dass der Innenausschuss des Landtags sich mit den Corona-Protesten beschäftigt. Die Grünen hätten sich dem angeschlossen. Weirauch fordere zudem ein härteres Vorgehen bei Ausschreitungen in "beschleunigten Verfahren".

54-jähriger Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft

Ein 54-Jähriger, der am Montagabend in Mannheim zusammen mit anderen eine Polizei-Sperre mit massiver körperlicher Gewalt durchbrochen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Ihm werden Landfriedensbruch, tätlicher Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Außerdem soll er mit einem gefälschten Impfausweis unterwegs gewesen sein, so die Polizei.

Verteilte Demonstranten, viele Passanten

Nach Polizeinformationen hatten am Montag etwa 800 Menschen in Mannheim gegen die Corona-Politik demonstriert. Sie zogen vom Wasserturm durch die Planken. Gleichzeitig waren viele Menschen zum Einkaufen oder Flanieren in der Innenstadt unterwegs.

Polizeieinsatz am Montagabend in der Mannheimer Innenstadt (Foto: SWR)
Polizeieinsatz am Montagabend in der Mannheimer Innenstadt

Polizei geht mit Lautsprecherdurchsagen gegen Versammlung vor

Weil die Demonstration laut städtischer Verordnung verboten war, forderte die Polizei die Teilnehmer immer wieder mit Lautsprecherdurchsagen auf, die Versammlung zu beenden.

13 Einsatzkräfte in Mannheim verletzt

Die Demo löste sich teilweise auf. Im Quadrat C2 setzte die Polizei dann eine Gruppe von rund 100 Demonstranten fest, deren Personalien aufgenommen wurden. Insgesamt 13 Einsatzkräfte wurden verletzt, als die Ordnungskräfte den Aufzug beenden wollten, teilte die Polizei mit.

"Bei den Beamten und Beamtinnen blieb es überwiegend bei leichten Verletzungen. Ein Kollege ist schwerer verletzt worden. Und wurde im Krankenhaus behandelt. Das waren teilweise tatsächlich gezielte Faustschläge gegen die Beamten."

Wegen tätlicher Angriffe wurden 13 Personen festgenommen, hieß es weiter. 131 Teilnehmer seien wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angezeigt worden. Mit dem Verbot hatte die Stadt auf die Ausschreitungen bei einer Kundgebung am vergangenen Montag reagiert. Der Mannheimer Polizeisprecher Patrick Knapp beschreibt die Stimmung vor Ort als aggressiv, lauter und direkter:

Allerdings waren weniger Menschen unterwegs als am vergangenen Montag. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass die Demonstranten im Vergleich aber aggressiver aufgetreten seien.

Zwei Verletzte bei Corona-Protesten in Weinheim

Am Montagabend protestierten auch in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) Corona-Demonstranten gegen die Einschränkungen in der Pandemie. Dabei wurden laut Polizei zwei Beamte verletzt. Insgesamt hatten sich 100 Menschen versammelt. Bei weiteren Corona-Demos, unter anderem in Heidelberg, blieb es friedlich.

Karlsruhe

Demos am Montagabend in der Region Protest gegen Corona-Maßnahmen trotz Verbots in Karlsruhe

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Proteste am Montagabend in mehreren Städten in BW Rund 2.000 Teilnehmer bei Demo in Ravensburg gegen Corona-Maßnahmen

Die Stadt Ravensburg hatte ein Versammlungsverbot ausgesprochen. Trotzdem protestierten rund 2.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Auch in anderen Städten gab es Demos.

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