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Die Polizei hat am Mittwoch und Donnerstag erneut Praxisräume von Bodo Schiffmann in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) durchsucht. Daraufhin haben sich Demonstranten vor dem Gebäude versammelt. Die Versammlung ohne Mund-Nasen-Bedeckungen hat für einen erneuten Polizeieinsatz gesorgt.

Laut Polizei waren ungefähr 100 Versammlungsteilnehmer am Donnerstag vor der GRN-Klinik. Dort befinden sich die Praxisräume Bodo Schiffmanns. Die Teilnehmer wollten gegen die polizeiliche Durchsuchung der Praxis protestieren. Der Mietvertrag für seine Praxisräume in den Sinsheimer GRN-Kliniken war dem Mediziner bereits im November gekündigt worden.

Bodo Schiffmann mit Megaphon vor den Praxisräumen in Sinsheim (Foto: Einsatz-Report24)
Bodo Schiffmann mit Megaphon vor den Praxisräumen in Sinsheim Einsatz-Report24

Verstöße gegen die Corona-Verodnung

Laut Polizei waren manche Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Schutz erschienen. Auf Weisung des Ordnungsamts hätten einige von ihnen diesen dann noch aufgesetzt. Denen, die es verweigerten, sei ein Platzverweis erteilt worden.


Laut Polizei hatte eine Unterstützerin des Arztes am Mittwochabend beim Polizeirevier Sinsheim eine Versammlung für Donnerstagmorgen angemeldet. Die Versammlung dauerte etwa eine Stunde.

Querdenker demonstrieren nach Polizei-Durchsuchung der Sinsheimer Praxisräume. (Foto: Einsatz-Report24)
Querdenker demonstrieren nach Polizei-Durchsuchung der Sinsheimer Praxisräume Einsatz-Report24

Verdacht: Falsche Atteste

Der Arzt soll der Querdenker-Gruppierung nahe stehen. Laut Polizei besteht gegen ihn der Verdacht, dass er falsche Atteste ausgestellt habe, um Patienten von der Masken-Pflicht zu befreien.

#Sinsheim: erneute #Durchsuchung von Praxis- und Privaträumen eines Arztes - Verdacht des Ausstellens falscher #Gesundheitszeugnisse zur Befreiung von der #Maskenpflicht - außerdem Versammlung vor dem Gebäude heute Vormittag: ➡ https://t.co/Vg1sciuIjD https://t.co/6QUzOvdomr

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft haben die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass die angeblichen Patienten teilweise mehrere hundert Kilometer von Sinsheim entfernt wohnen. Daher bestehe der Verdacht, dass sie tatsächlich nie durch den Beschuldigten untersucht worden seien.

Beweismaterial sichergestellt

Die Polizei stellte eigenen Angaben zufolge am Mittwoch und Donnerstag Beweismaterial in den Praxisräumen sicher. Das werde nun ausgewertet.

Die Heidelberger Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Herbst vergangenen Jahres. Schon im Oktober waren die Räume von Beamten durchsucht worden.

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