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Die Buga23 in Mannheim hat bislang nur ein weitgehend ödes Spinelli-Gelände und einen Luisenpark im Umbau vorzuweisen. Jetzt beginnen die Arbeiten an einem Vorzeigeprojekt der Bundesgartenschau.

Der Panoramasteg ist eine Aussichtsplattform und als Fußgängerbrücke auch die Verbindung zwischen der Feudenheimer Au und dem Buga-Gelände auf Spinelli. Er überbrückt die Straße Am Aubuckel, die ja vierspurig mitten durch die Ausstellungsflächen führt. Der Panoramasteg wird 81 Meter lang, die Hälfte der Stahlkonstruktion wird freitragend sein.

Gut sichtbare Landmarke

Das Bauwerk ist eine gut sichtbare Landmarke der Bundesgartenschau und kostet rund drei Millionen Euro. Zunächst werden 13 Bäume gefällt, es sind Robinien und Feldahorn. Sieben von ihnen seien bereits abgestorben, informiert die Buga-Gesellschaft. Für die gefällten Bäume werde es an anderer Stelle Neuanpflanzungen geben. Die eigentlichen Bauarbeiten starten voraussichtlich Anfang Mai, die Betonarbeiten sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Komplett fertig ist der Panaromasteg nach den jetzigen dann im Sommer 2022. Der Steg ist acht Meter breit, davon können drei Meter genutzt werden.

Der Panoramasteg, wie er nach der Fertigstellung aussehen soll. (Foto: RMP)
Der Panoramasteg, wie er nach der Fertigstellung aussehen soll. RMP

Einblicke ohne Störung der Natur

In Richtung Feudenheimer Au ist der Panoramasteg eine Aussichtsplattform mit zwölf Metern Höhe – von dort aus ist das Landschaftsschutzgebiet der Feudenheimer Au gut zu überblicken. Es bietet Einblicke in das Feuchtbiotop mit See ohne die Tier- und Pflanzenwelt zu stören. Der Spinelli-Park ist von dort ebenfalls ganz gut zu überblicken. Von der Seite Spinelli führt eine 115 Meter lange Erdrampe zum Steg.

Stahl, der rostet

"Der wetterfeste Stahl entwickelt mit der Zeit eine Rostschicht und schützt sich selbst. Mit Hilfe dieser nachhaltigen Bauweise können wir auf eine Beschichtung größtenteils verzichten", erklärte Volker Jurkat, Abteilungsleiter Verkehrsinfrastruktur und Hochbau der Stadt Mannheim. Im Kopfstück des Stegs werden Schwingungstilger installiert. Sie sollen Schwingungen reduzieren und damit auch den Komfort für Besucher erhöhen.

Die Stadt Mannheim plant und baut als Straßenbaulastträger den Fußgängersteg. Mit der Herstellung des Panoramasteges wurde die Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim 2023 gGmbH betraut.

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