Polizei vor den Wild-Werken in Heidelberg-Eppelheim (Foto: SWR)

Nach Explosionen in Eppelheim und Neckarsulm

Paketbomben-Serie: Mann kommt vor Heidelberger Landgericht

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Der mutmaßliche Versender von Paketbomben aus Ulm muss sich bald vor dem Heidelberger Landgericht verantworten. Der Mann soll die Explosionen in Eppelheim und Neckarsulm herbeigeführt haben.

Der 66-Jährige steht am 8. September vor Gericht, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg wirft dem 66-Jährigen das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährliche Körperverletzung und versuchte schwere Körperverletzung vor. Dem Elektriker droht demnach eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Ulmer soll Sprengsätze selbst gebaut haben

Wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben haben, soll der Elektriker in Rente selbst die Briefbomben gebaut haben. Als Sprengstoff soll ihm eine Masse gedient haben, die er durch Abschaben von Zündholzköpfen gewonnen habe. Wieso er die Briefbomben verschickt haben könnte, ist bisher unbekannt.

Bombenserie in Eppelheim und Neckarsulm

Im Februar dieses Jahres war es zu der Serie explosiver Postsendungen gekommen. Am 16. Februar explodierte in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) die erste Sendung. Dabei wurde ein Mitarbeiter des Getränkeherstellers ADM Wild verletzt. Einen Tag danach explodierte ein Brief in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn). Dabei wurden drei Menschen verletzt. Das dritte Paket konnte abgefangen und entschärft werden, bevor jemand verletzt wurde. Dieses letzte Paket war an den Babynahrungshersteller Hipp im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm adressiert.

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SWR