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Ob Straußen-, Enten- oder Emu, vor Ursel Kaboth ist kein Ei sicher. Denn ihre große Leidenschaft ist Ostereier bemalen. Rund 300 kleine Kunstwerke malt sie pro Jahr.

Ostereier haben eine lange Tradition: Seit dem 14. Jahrhundert gibt es in Deutschland den Brauch, zum Osterfest Hühnereier einzufärben. Für Ursel Kaboth muss nicht Ostern sein, um Eier zu bemalen. Die 78-Jährige macht das schon seit vielen Jahrzehnten, und das jeden Tag.

Heidelbergerin bemalt die unterschiedlichsten Eier

Hühnereier reichten Ursel Kaboth schon bald nicht mehr: Puteneier, Enteneier, Gänseeier, Straußeneier, Emueier - sie nimmt alle Eier, die sie kriegen kann. Sie ist von Haus aus Erzieherin, zeichnen hat sie nie gelernt, sie hat es einfach gemacht. Kaum zu glauben, denn: Ein Straußenei hat sie mit den vier Jahreszeiten bemalt und das so gestochen scharf, als wäre es bedruckt. Auf ein Anderes hat sie ein Gedicht geschrieben.

"Wenn ich so ein Straußenei bemale, da sitze ich schon sehr lange dran. Andere sind schneller gemacht. Die mamorierten muss ich zum Beispiel über eine Woche trocknen lassen."

Ursel Kaboth, Heidelberg

Rund 300 Eier bemalt Ursel Kaboth pro Jahr

Bevor die 78-Jährige die Eier bemalt, bläst sie diese aus. Da bei ihr alle Eier verwertet werden, wie sie selbst sagt, gibt es viel Gebackenes und Rührei.

"Ich nehme nur Eier von freilaufenden Hühnern - auf keinen Fall Batterie. Allein das widerstrebt mir schon ganz schrecklich. Ich schau, dass ich bei Kleintierzüchtern, die ihre Hühner und ihr Geflügel laufen lassen, dass ich da Eier kauf."

Ursel Kaboth, Heidelberg

Ihre Eier-Kunstwerke verkauft sie

In normalen Zeiten fährt sie mit ihren zerbrechlichen Kunstwerken kreuz und quer durch Süddeutschland, um sie zu verkaufen. Wegen Corona verkauft sie die aber gerade nur über eine Buchhandlung, auf dem Wochenmarkt oder in einem Getränkeladen. Geld verdienen, darum gehe es ihr nicht, sagt sie.

"Ich will einfach weitermalen und die Eier los werden, damit ich wieder neue malen kann."

Ursel Kaboth, Heidelberg
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