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Die Neckar-Odenwald-Kliniken (NOK) wollen ihr Millionen-Defizit verkleinern. Wie, das fragt sich der Mosbacher Gemeinderat und hat dazu einen Fragenkatalog vorgelegt. Über den will am Dienstag der Aufsichtsrat der Kliniken beraten. Aber die Liste wirft Fragen auf.

Die Mosbacher Gemeinratsfraktionen haben gemeinsam einen Katalog mit 15 Fragen ausgearbeitet. Sie fordern detaillierte Erläuterungen zu den Plänen und Umstrukturierungen und möchten wissen, welche Rettungsmaßnahme die geforderten Einsparungen bringen könnten. Die Fragen soll der Landrat und Klinik-Aufsichtsratschef Achim Brötel (CDU) beantworten. Im Kern geht es darum, die das Defizit von sieben Milionen Euro schnell gesenkt werden kann.

Aufsichtsrat tagt am Dienstag

Eine der Fragen zielt auch auf das jährliche Defizit und wie es verringert werden soll. Außerdem geht es um die - aus Sicht des Gemeinderats dringend notwendige - bauliche Sanierung des Standorts Buchen. Schließich stellen die Gemeinderäte mit Verweis auf andere Krankenhäuser noch die Frage, ob sich der Aufsichtsrat bei seiner Arbeit nicht auch von erfahrenen Branchenkennern unterstützen lassen könnte.

Ex-Klinikgeschäftsführer hat offenbar die Fragen ausgearbeitet

Für die Ausarbeitung des detaillierten Fragenkatalogs haben sich die Mosbacher Gemeinderäte den ehemaligen Klinik-Geschäftsführer Norbert Ahrens an Bord geholt. Er hatte als damaliger Mitarbeiter eines Beratungsunternehmens die Geschäftsführung bis vor einem Jahr extern inne und wurde dann ausgewechselt.

Kreisverwaltung: Autorenschaft wirft Fragen auf

Dass er den Fragenkatalog formuliert habe, werfe durchaus Fragen auf, heißt es dazu aus der Verwaltung des Neckar-Odenwald-Kreises. Außerdem sei der Aufsichtsrat dem Mosbacher Gemeinderat zunächst rein formal nicht auskunftspflichtig.

Neckar-Odenwald-Kliniken - Standort Mosbach (Foto: SWR, Friederike Kroitzsch)
Die Neckar-Odenwald-Kliniken leiden unter einem Millionen-Defizit Friederike Kroitzsch
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