Portrait-Foto von Nobelpreisträger Muhammad Yunus

Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaftler

Friedensnobelpreisträger Yunus bekommt Karl-Kübel-Preis in Bensheim

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Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus erhält am Freitag in Bensheim (Kreis Bergstraße) den diesjährigen Karl-Kübel-Preis. Das teilte die Stiftung mit.

Der Gründer der Grameen Bank erhält somit im Jubiläumsjahr der Stiftung, die 2022 ihr 50-jähriges Bestehen feiert, den renommierten Preis. Die Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie zeichnet jedes Jahr einen Prominenten für dessen soziales Engagement aus. Zu den Preisträgern in den vergangenen Jahren gehören unter anderem die schwedische Königin Silvia, Mäzen Dietmar Hopp und Sänger Peter Maffay. Der jetzt ausgezeichnete 82-jährige bengalische Wirtschaftswissenschaftler Yunus hatte 2006 den Friedensnobelpreis bekommen.

In der Tradition des Stiftungsgründers

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Matthias Wilkes (CDU), sagte dem SWR, Yunus habe eine Bank gegründet, mit der Menschen sich aus der Armut befreien könnten. Damit trete er in die Fußstapfen des sozial engagierten Stiftungsgründers Karl Kübel. Yunus sollte den Preis bereits im vergangenen Jahr erhalten, aufgrund der COVID-Pandemie war eine Ausreise aus Bangladesch allerdings nicht möglich.

Sonderpreis für Schwestern

Zum 50-jährigen Bestehen der Stiftung gibt es auch einen Sonderpreis, der an die Schwestern Sara und Sali Nuru geht. Die beiden Frauen engagieren sich laut Stiftung für Frauen in Äthiopien. Die Familie der beiden Schwestern stammt aus Äthiopien. Die beiden zeigten eindrucksvoll, was Familie alles erreichen kann. Sie seien unternehmerisch erfolgreich und bewirkten damit gleichzeitig etwas Gutes, heißt es von Seiten der Stiftung.

Durch den Sonderpreis wolle man den Fokus der Berichterstattung für einen Moment auf die aktuell vergessenen Krisen richten.

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SWR