STAND

Jährlich erkranken in Europa etwa 30.000 Kinder an Krebs. Viele überleben die Krankheit nicht. Zwei führende Insitute für Kinderonkologie in Heidelberg und Utrecht wollen jetzt enger zusammenarbeiten, um bessere Therapien zu finden.

Das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (Kitz) und das niederländische Prinses Maxima Centrum in Utrecht gründen ein neues Partnerinstitut für Kinderonkologie. Damit sollen bessere Rahmenbedingungen für die Kinderkrebsforschung in Europa geschaffen werden. Denn etwa ein Fünftel der jungen Patienten überlebt die Krankheit nicht, erklärt Stefan Pfister, Direktor am Kitz.

"Wir wollen für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankung in Europa bessere Behandlungsmöglichkeiten finden."

Partnerinstitut soll Krebstherapien für Kinder verbessern

Ziel des Partnerinstitutes ist es, besser auf Datensätze zurückgreifen zu können, damit junge Patienten schneller von nebenwirkungsärmeren Therapien profitieren. Denn die Erforschung von Krebstherapien für Kinder liegt weit hinter der für Erwachsene zurück, so Pfister. Kinder erkranken in der Regel an anderen Tumorarten als Erwachsene. Außerdem sind viele Krebsmedikamente nicht für Kinder zugelassen, erklärte der Direktor. Das macht die Therapie schwierig.

"Wir haben es eigentlich immer mit sehr seltenen Erkrankungen zu tun, die sich, was die Biologie und die Tumorarten angeht, auch ziemlich eklatant von denen bei Erwachsenen unterscheiden."

Rhein-Neckar

SWR-Reportage "Mensch Leute: Mirjam wird sterben" "Ein bisschen hoffe ich schon, dass ich in eine bessere Welt komme"

Mirjam aus Ludwigshafen-Maudach ist mit 14 Jahren am 9. Januar 2021 an Krebs gestorben. Das Kinder-Palliativ-Team Rhein-Neckar hat ihren letzten Weg begleitet. Ein SWR-Film zeigt Mirjams Geschichte.  mehr...

Krebs - Zweithäufigste Todesursache bei Kindern

Gleichzeitig hofft Pfister aber auch darauf, dass das Thema Kinderkrebs mehr Aufmerksamkeit bekommt. Denn: Krebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern - nach Autounfällen. Deswegen sei es gut, dass die Institute nun zusammen forschen können, so Pfister.

Am Nachmittag unterzeichnet Königin Maxima die Partnerschaft der beiden Zentren. Die Veranstaltung findet in der niederländischen Botschaft in Berlin statt und wird virtuell übertragen.

Rhein-Neckar

SWR-Reportage "Mensch Leute: Mirjam wird sterben" "Ein bisschen hoffe ich schon, dass ich in eine bessere Welt komme"

Mirjam aus Ludwigshafen-Maudach ist mit 14 Jahren am 9. Januar 2021 an Krebs gestorben. Das Kinder-Palliativ-Team Rhein-Neckar hat ihren letzten Weg begleitet. Ein SWR-Film zeigt Mirjams Geschichte.  mehr...

Heidelberg

Weltkrebstag "Weltkrebstag": Krebsfrüherkennung und Vorbeugung

Am 4. Februar ist "Weltkrebstag". Er soll Krebserkrankungen ins Bewusstsein rücken. Dieses Jahr geht es vor allem um die Krebsfrüherkennung und Vorbeugung.  mehr...

Heidelberg

Notruf wegen hoher Corona-Zahlen Lage auf Intensivstationen: Heidelberger Krebsforscher fordern Politik zum Handeln auf

Dramatisch steigende Corona-Infektionszahlen und Intensivstationen, die keine Patienten mehr aufnehmen. Nun sendet das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg einen Notruf.  mehr...

STAND
AUTOR/IN