Kommunen erwarten weiterhin viele Flüchtlinge

Neue Flüchtlingsunterkunft in Buchen ist fertig

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Am Bahnhof in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) ist eine neue Unterkunft für Geflüchtete bezugsfertig. 60 bis 70 Menschen können dort bei Bedarf untergebracht werden.

Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht. Die Städte und Kommunen in der Region rechnen deshalb auch in diesem Jahr weiterhin mit vielen Flüchtlingen. In den Gemeinschaftsunterkünften in Adelsheim und Hardheim sind noch einzelne Plätze frei, heißt es bei der Kreisverwaltung. Deshalb müssten die Wohneinheiten am Bahnhof Buchen nicht sofort belegt werden.

Weitere Unterbringungsmöglichkeiten sind notwendig

Mittel- und langfristig aber würden weitere Unterbringungsmöglichkeiten dringend gebraucht, heißt es. Denn es sei davon auszugehen, dass die Fluchtbewegungen weltweit nicht weniger, sondern mehr werden. Deswegen sucht die Kreisverwaltung auch weiterhin Wohnraum, den Privatleute zur Verfügung stellen.

Neckar-Odenwald-Kreis: 1.800 Geflüchtete aus der Ukraine

Allein im vergangenen Jahr kamen rund 1.800 Geflüchtete aus der Ukraine in den Neckar-Odenwald-Kreis, zudem rund 350 Asylbewerber unter anderem aus Syrien, der Türkei, dem Irak und Afghanistan.

Weinheim: Container als Notlösung

Auch die Stadt Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) will gewappnet sein, wenn in diesem Jahr weitere Flüchtlinge aus der Ukraine in die Stadt kommen und ein Dach über dem Kopf brauchen, sagte ein Sprecher dem SWR. Der Rhein-Neckar-Kreis rechne mit 500 Flüchtlingen in diesem Jahr allein für Weinheim. Wohnraum für diese Menschen gibt es aber im Moment noch nicht. Der Gemeinderat hat am Mittwoch deshalb den Weg frei gemacht für ein möglichst schnelles Wohnraumangebot für Flüchtlinge aus der Ukraine und die Planung für zehn Wohncontainer im Gorxheimer Tal in Auftrag gegeben.

Wohncontainer-Anlage für rund 60.000 Euro

Im Haushalt der Stadt sind bereits 1,5 Millionen Euro für die Anschaffung der Container vorgesehen. Die neuen Container sollen in Nachbarschaft einer bereits 2016 – damals für Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Afrika – errichteten Wohnanlage auf einem früheren Fußballplatz aufgestellt werden. Weil die Unterbringung von Flüchtlingen eine Pflichtaufgabe ist, habe die Stadtverwaltung Dringlichkeit angemeldet.

"Die Lieferzeiten für Container sind derzeit schwer abschätzbar, sodass zur Bezugsfertigkeit der Container keine belastbaren Aussagen getätigt werden können".

Die neuen Container reichen aber nicht aus. Deshalb prüfe man weitere Unterbringungsmöglichkeiten, etwa in derzeit stillgelegten Schulgebäuden.

Weinheim

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