Corona-Lage in Mannheim (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

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Impfteams, Ungeimpfte, Verstöße - die Lage in Mannheim

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Die Stadt will die mobilen Impfteams aufstocken, Oberbürgermeister Kurz kritisiert die laschen 3G-Kontrollen und das Gesundheitsamt belegt die Pandemie der Ungeimpften.

Drei mobile Impfteams in Mannheim

Die Stadt Mannheim will die Zahl der mobilen Impfteams auf drei aufstocken. Dafür hat sich der Hauptausschuss des Gemeinderats am Donnerstagabend ausgesprochen. Der Impfbus soll weiterhin vor allem Veranstaltungen, Sportereignisse und Orte bedienen, an denen es keine festen Räumlichkeiten gibt. Das zweite mobile Impfteam fährt an festen Impftagen in die Quartiere der Stadt. Das dritte Impfteam bleibt stationär im Stadthaus N1.

Kosten: Rund eine Millionen Euro

Die neuen Impfteams gehen kommende Woche an den Start und sollen erstmal bis Ende März im Einsatz sein. Die Kosten dafür betragen knapp eine Million Euro. Die Stadt geht davon aus, dass das Land einen großen Teil davon übernimmt. Denn die baden-württembergische Landesregierung hatte eine erhebliche Aufstockung der Impf-Kapazitäten angekündigt. Man wolle die Zahl der mobilen Impfteams landesweit erhöhen, hieß es, sodass künftig 155 Teams unterwegs sind. Kurz sagte, die Aufstockung der Impf-Angebote sei dringend, denn die niederschwelligen Angebote vor Ort würden nach wie vor am besten angenommen.

Corona-Pandemie bestimmt von Ungeimpften

Doch trotz dieser Angebote steigen überall die Inzidenzen - auch in Mannheim. Hier lag der Wert zuletzt bei 353 (Stand 11.11.) Die Stadt veröffentlicht auf ihrer Webseite immer die aktuelle Inzidenzzahl. Im Mannheimer Hauptausschuss ist jetzt anhand von Zahlen deutlich gemacht worden, wie sehr die Corona-Pandemie und eben auch die zurzeit aktuellen Inzidenzzahlen von Ungeimpften bestimmt werden. Peter Schäfer, der Leiter des Mannheimer Gesundheitsamtes, teilte dabei zur Verdeutlichung die Sieben-Tage-Inzidenz im Land Baden-Württemberg in Geimpfte und Ungeimpfte.

"Der Unterschied ist eklatant."

Mannheims OB Kurz kritisiert lasche 3G-Kontrolle

Ein weiterer möglicher Grund für die hohen Infektionszahlen: Die 3G-Regeln werden in Mannheimer Gaststätten und bei Veranstaltungen zu lasch kontrolliert - das findet der Oberbürgermeister Peter Kurz. Zu dem Ergebnis kommt Kurz durch die vermehrten Kontrollen am Donnerstag und Freitag. An diesen beiden Tagen kontrollieren örtliche Polizeibehörden in ganz Baden-Württemberg, ob Gaststätten die Corona-Auflagen einhalten und somit auch die Corona-Impfausweise richtig überprüfen.

Ergebnis der Corona-Kontrolle in Gastronomie

In Mannheim sind aufgrund der Aktion derzeit 22 Kontrolleure unterwegs. Die Stadt Mannheim habe bei den Kontrollen festgestellt, dass sich rund 50 Prozent nicht an die Vorgaben halten. Es seien bereits 14 Androhungen von Zwangsgeld verschickt worden. In anderen Ländern sei es kein Thema, dass man sich an die Corona-Auflagen hält, sagte Oberbürgermeister Kurz, der sich auch auf europäische Ebene engagiert.

"(Impfausweis-Kontrollen) sind in anderen Ländern selbstverständlich - bei uns nicht und sieht man auch an den Zahlen."

Rhein-Neckar

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