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Die Corona-Krise trifft besonders Solo-Selbständige. Das geht aus einer Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Besonders betroffen sind Gastronomen, Eventmanager, Friseure oder Kosmetikerinnen..

Die Corona-Krise trifft besonders alleinarbeitende Selbständige – sogenannte Solo-Selbstständige. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter, so heißt es in der Analyse, halte es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen.

Solo-Selbstständige und Künstler leiden unter Coronakrise (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jörg Carstensen/dpa)
Solo-Selbstständige und Künstler leiden unter Coronakrise picture alliance/Jörg Carstensen/dpa

Viele haben finanzielle Soforthilfen beantragt

Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten sei der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite sei durch Corona komplett ausgebremst worden. Mehr als die Hälfte der Selbstständigen, die ohne sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigte arbeiten, hat der Umfrage zufolge Soforthilfe vom Bund oder vom Land beantragt, die auf drei Monate angelegt ist. Allerdings erwarten 35 Prozent, dass die Phase der deutlich niedrigeren Umsätze länger als sechs Monate anhalten wird.

Allerdings erwarten die meisten auch weiterhin schlecht laufende Geschäfte für dieses Jahr. Am Härtesten treffe es Gastronomen, Eventmanager, Touristiker und Selbständige in der Friseur- und Kosmetikbranche, so eine ZEW-Expertin.  

Hintergrund:

Die Umfrage wurde zwischen dem 7. April und dem 4. Mai 2020 vom Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD), dem ZEW Mannheim und dem Forschungszentrum Mittelstand an der Universität Trier online durchgeführt. An der Befragung nahmen insgesamt 27.000 Selbstständige ohne sozialversicherungspflichtige oder geringfügig Beschäftigte teil, davon mehr als 16.000 hauptberuflich Soloselbstständige im Alter zwischen 24 und 65 Jahren.

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