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Ein Heidelberger Hotel, das während der Corona-Pandemie schließen musste, hat Anspruch auf Geld von der Versicherung. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) in Karlsruhe entschieden. Die Versicherung wollte zunächst nicht zahlen, weil der Versicherungsvertrag keine pandemie-bedingten Schließungen umfasse. Das Oberlandesgericht sieht das anders: Die Versicherung könne sich nur dann weigern zu zahlen, wenn der Pandemie-Fall ausdrücklich nicht mitversichert ist. Bleibt der Vertrag an dieser Stelle vage, greife die Zahlungspflicht. Im Heidelberger Fall muss der Versicherer nun 60.000 Euro zahlen, weil ein Corona-Ausschluss nicht erkennbar gewesen sei. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls hat das OLG die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

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