Psychisch kranke Straftäter sollen nach Heidelberg

Land hält an Plänen für "Faulen Pelz" fest

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Das Land Baden-Württemberg hält an den Plänen fest, das ehemalige Heidelberger Gefängnis "Fauler Pelz" zu nutzen, um psychisch kranke Straftäter unterzubringen. Das hat die Stadt mitgeteilt.

Eine entsprechende Bauvoranfrage sei jetzt bei der Stadtverwaltung eingegangen. Demnach geht es um eine Zwischennutzung für drei Jahre.

Der "Faule Pelz" in Heidelberg (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Uwe Anspach)
Im "Faulen Pelz" könnten schon bald psychisch kranke Straftäter untergebracht werden picture alliance / dpa | Uwe Anspach

Gemeinderatsfraktionen kritisieren Pläne

Fast alle Gemeinderatsfraktionen kritisieren die Pläne. Sie fordern, dass das leerstehende Gebäude schnellstmöglich an die Bürgerschaft zurückgegeben wird. Eine Zwischennutzung als Einrichtung eines Maßregelvollzugs - auch wenn das auf drei Jahre begrenzt sein sollte - behindere die Stadtentwicklung.

Stadt will Uni-Räume im "Faulen Pelz"

Die Stadt hatte sich bereits in einem Schreiben an das Sozialministerium gegen die Pläne des Landes ausgesprochen. Sie will dort unter anderem Teile der Universität unterbringen.

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