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Die beabsichtigte Kündigung des Betriebsrats-Vorsitzenden in der Konzernzentrale der Firma Freudenberg in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist nicht gerechtfertigt. Das hat das Arbeitsgericht in Mannheim entschieden. Hintergrund: Die Konzernleitung will dem Betriebsrats-Vorsitzenden kündigen, weil er die Arbeit verweigere. Doch die Kündigung scheitert bislang am Widerstand des übrigen Betriebsrats; seine Zustimmung wäre für eine Kündigung notwendig. Freudenberg wollte das nicht hinnehmen und beantragte eine sogenannte "Ersetzung der Betriebsrats-Zustimmung“, um die Kündigung trotzdem durchzusetzen. Doch die zuständige Richterin hat diesen Antrag am Mittwoch abgelehnt; zwar stimme sie zu, dass der Betriebsrat nicht immer kooperativ gewesen sei, eine fristlose Kündigung sei aber unverhältnismäßig. Der Betriebsrats-Vorsitzende muss also vorerst weiter beschäftigt werden. Gegen diesen Beschluss kann Freudenberg innerhalb von vier Wochen Beschwerde einlegen.

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