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Durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe im vergangenen Jahr insgesamt zurückgegangen. Dabei gab es jedoch mehr Fälle von häuslicher Gewalt.

Die Pandemie hat nach Angaben der Polizei einen spürbaren Einfluss auf die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sank die Zahl der Straftaten insgesamt um 1,5 Prozent.

Tiefststände bei Diebstählen und Jugendkriminalität

Vor allem die Zahl der Diebstähle ist weiter gesunken. Mit minus 11,3 Prozent liegt sie auf dem tiefsten Stand seit 10 Jahren. Ähnlich deutlich war der Rückgang bei der Straßen- und Jugendkriminalität. In der Statistik wird dabei der Rückgang der Raubüberfälle auf der Straße hervorgehoben. Sie habe früher für ein hohes gefühltes Unsicherheitspotential in der Bevölkerung gesorgt.

"Unsere Kriminalstatistik scheint im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der Corona-Pandemie zu stehen."

Caren Denner, Polizeipräsidentin Polizeipräsidium Karlsruhe

Körperverletzung: Häusliche Gewalt nimmt zu

Auf der anderen Seite gab es deutlich mehr Fälle von Körperverletzung. Gegen den Landestrend haben sie im Zuständigkeitsbereich des Karlsruher Polizeipräsidiums um 5,8 Prozent zugenommen. Darunter fallen viele Fälle unter häusliche Gewalt. Hier liegt der Anstieg bei über 21 Prozent. Auch Straftaten wie Nötigungen, Bedrohungen, aber auch Sexualstraftaten in Familien und Partnerschaften nahmen deutlich zu.

Straftaten im Corona-Jahr öfter im Internet

Ein Teil der Kriminalität hat sich während der Pandemie auch ins Internet verlagert. Insgesamt wurden im Bereich der Cyberkriminalität 84,7 Prozent mehr Straftaten registriert. Ein Schwerpunkt lag vor allem beim Online-Handel und sogenannten "Warenbetrügereien". In der Stadt und im Landkreis Karlsruhe ist in diesem Bereich ein Schaden von knapp einer Million Euro entstanden.

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