Was in der Kurpfalz am Wegesrand blüht

Kräuterspaziergänge mit Dorisa Winkenbach

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Die meisten Menschen kaufen ihre Kräuter im Supermarkt. Manche bauen die Kräuter selbst an. Für Kenntnisreiche bietet sich allerdings auch die Wildkräutersuche an. Wie das geht, zeigt Dorisa Winkenbach bei ihren Kräuterspaziergängen.

Dorisa Winkenbach teilt seit bald 30 Jahren ihre Begeisterung für Wildkräuter mit Interessierten. Auf ihren Touren erklärt sie, was am Wegesrand an Wildkräutern wächst.

Bei einer Kräuterführung lernt man, wie Kräuter an Blüten, Stängeln, Farben und Gerüchen zu erkennen sind, welchen medizinischen Nutzen sie haben oder ob und wie sie essbar sind. 

Leinkraut – ein echtes Heilkraut

Leinkraut ist gut an den dünnen, langgezogenen Blättern zu erkennen und an den gelben Blüten, die wie Trauben auf dem Stängel sitzen. Als Snack ist Leinkraut nicht geeignet, weil es sehr bitter schmeckt. Aber die Blüten sind wertvoll. Sie können zu einer Salbe verarbeitet werden, die entzündungshemmend wirkt und gegen Juckreiz hilft - zum Beispiel bei entzündeten und schlecht heilenden Wunden. 

Vorsicht vor giftigen Pflanzen

Bei anderen Pflanzen ist Vorsicht geboten. Die wilde Clematis etwa, mit deutschem Pflanzennamen "Waldrebe", wächst auch in der Kurpfalz. Sie ist giftig - so schön die Pflanze mit ihrem langen Stängel und den weißen Blüten auch aussieht. 

Im Mittelalter ein Bettlerkraut

Der Pflanzensaft reizt die Haut und kann zu Blasen führen. Im Mittelalter haben Bettler den Saft bewusst auf die Haut gestrichen, um Mitleid zu erregen und so mehr Geld zu bekommen, erzählt Dorisa Winkenbach. 

Die Wiesen und Wälder der Region bieten aber auch gesunde Snacks. Zum Beispiel die Brennnessel. Sie enthält neben Calcium und Kalium viel Vitamin C. 

Die Brennnessel richtig essen 

Ja, die Brennnessel kann man roh essen - wenn sie vorher richtig behandelt wird. Die kleinen Brennhaare mit der Ameisensäure brechen bei Berührung ab und bohren sich in die Haut. Die Brennhaare wachsen nach oben, auf der Rückseite des Blatts liegen kaum Haare. Vor dem Verzehr müssen die Brennnesseln deshalb von unten nach oben kräftig abgestrichen werden. Dann das Blatt rollen, damit die letzten Brennhaare abbrechen und - Guten Appetit.

Dorisa Winkenbachs Kräuter-Rezept 

Zum Schluss ein einfaches Rezept mit Wildkräutern. Nach einer erfolgreichen Kräutertour bietet es sich an, die Kräuter zu einem Dip zu mischen. 

400 Gramm Schichtkäse, wahlweise Seidentofu  

125 Gramm Frischkäse, wahlweise fester Sojayoghurt  

100 Milliliter Sahne/Sojamilch 

1 Prise Zucker/Agavendicksaft, 

1 Messerspitze Schabzigerklee 

150 Gramm Wildkräuter 

Schichtkäse und Frischkäse mit der Sahne vermengen und aufrühren, bis eine cremige Verbindung entsteht. Daraufhin eine Prise Zucker und eine Messerspitze Schabzigerklee zugeben. 

Sparsam vorwürzen mit etwas Salz und Pfeffer oder einer Prise Chili. 

Die gesammelten Wildkräuter kleinhacken und gemischt dem Dip unterrühren. 

Nun nochmals nachwürzen. Bei Bedarf mit einigen Spritzern frischem Zitronensaft ergänzen, und durchziehen lassen. 

Der Dip passt hervorragend zu frischen Gemüsestreifen oder Brot. 

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