Protest gegen Fällungen im Mühltal Heidelberg (Foto: SWR)

Kompromiss nach Baum-Streit

Buchen im Heidelberger Mühltalwald bleiben

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Die geplante Fällung von Buchen im Heidelberger Mühltalwald wird bis auf Weiteres verschoben. Das ist das Ergebnis einer Diskussion zwischen Vertretern des Forstamts und mehr als hundert Bürgerinnen und Bürgern.

An die 1.000 rote Striche an den Bäumen des Heidelberger Mühltalwalds –sie hatten in letzter Zeit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Denn diese roten Striche bedeuten: dieser Baum soll gefällt werden. Was die Forstleute als Routineeingriff geplant hatten, entwickelte sich zu einem Politikum. Denn viele Waldbesucherinnen und -besucher fanden: So viele Fällungen können nicht gut sein für einen Wald, der dem Klimawandel standhalten soll.

Bürgerinitiative und Diskussionen

Es wurde eine Bürgerinitiative gegründet und es gab viele Diskussionen. Die letzte am Donnerstagnachmittag. Die Stadt hatte vor Ort zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um die Gründe für die Maßnahme zu erklären. Die Forstleute konnten die rund 100 Menschen, die gekommen waren, nicht wirklich überzeugen.

SWR-Reporterin Martina Senghas hat die Diskussion verfolgt:

Forstamtsleiter handelt Kompromiss aus

Am Ende gab es einen Kompromiss. Die Buchen werden vorerst ausgenommen von den Fällungen. Die Vertreter der Stadt argumentierten, dass umsichtige Fällungen den Wald nach forstwissenschaftlichen Erkenntnissen stärkten.

Der Heidelberger Umwelt- und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontaine war auch vor Ort, nahm aber nicht an der Diskussion teil. Schließlich brachte der Kompromissvorschlag Forstamtleiters Ernst Baader diese Wende.

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