Bei eNahaufnahme von Bahngleisen. Bei einem Unfall in Koblenz ist ein Auto ins Gleisbett gefahren und mit einem Zug kollidiert. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, imageBROKER | Holger Weitzel)

Beim Fotografieren auf den Gleisen von Zug erfasst

Junge Frau am Bahnhof Wiesloch-Walldorf tödlich verunglückt

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Sie wollte offenbar Fotos auf den Gleisen machen, dann kam ein Zug. Eine 20-Jährige wurde am Sonntag am Bahnhof Wiesloch-Walldorf von der Bahn erfasst und tödlich verletzt.

Die Polizei spricht von einem tragischen Unfall: Im Bereich der Gleise, nahe des Bahnhofs Wiesloch-Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis), wurde am frühen Sonntagabend eine 20-jährige Frau tödlich verletzt, als eine Bahn sie erfasste. Sie hatte sich laut Polizei mit einem Freund dort aufgehalten, um Bilder zu machen.

Frau im Gleisbereich: Lokführer mit vergeblicher Notbremsung

Den Zug, der sich in Fahrtrichtung Heidelberg näherte, bemerkte die junge Frau offenbar zu spät. Sie wurde von ihm erfasst und erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen. Der Lokführer hatte noch eine Notbremsung eingeleitet, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern.

Der ebenfalls 20 Jahre alte Begleiter der Frau erlitt nach Angaben der Polizei einen Schock. Reisende im Zug wurden nicht verletzt. Der Bahnverkehr war mehrere Stunden gesperrt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind abgeschlossen, ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden. 

Gefahr durch herannahende Züge laut Bundespolizei oft unterschätzt

Laut Polizei kommt es seit einiger Zeit öfter vor, dass Jugendliche auf den Gleisen Fotos für soziale Netzwerke machen, vor allem Mädchen und junge Frauen, oft zusammen mit der besten Freundin. Sie würden nach immer spektakuläreren Motiven für ihre Fotos suchen, dazu würden auch Bahnstrecken und Gleise gehören. Genaue Zahlen dazu gebe es aber nicht. Die Bundespolizei informiert über die damit verbundenen Gefahren in einer Broschüre im Netz und bietet Veranstaltungen zu dem Thema an, beispielsweise für Schulen.

Laut Bundespolizei wird die Geschwindigkeit, mit der die Bahnen unterwegs sind, oft unterschätzt. Die Bremswege seien lang, und man höre die Züge viel später als man denke. Ein Zug, der mit 160 Stundenkilometern fährt, braucht für 100 Meter nur etwas mehr als zwei Sekunden, sagt die Bundespolizei.  

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