Kampagne "Beistehen statt rumstehen"

Junger Lebensretter aus Reilingen ausgezeichnet

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Der 16-Jährige Silas Linnebach aus Reilingen (Rhein-Neckar-Kreis) ist für seinen Einsatz als Lebensretter ausgezeichnet worden. Im Urlaub hat er einen Weinheimer vor dem Ertrinken bewahrt.

Während eines Urlaubs am bayrischen Hopfensee hatte Silas Linnebach beim Stand-up-Paddling eine Frau und deren Tochter am Steg des Ufers bemerkt, die verzweifelt nach dem Familienvater riefen. Dieser war von seinem Paddling-Board ins Wasser gefallen und kämpfte im kalten Wasser, weit weg vom Ufer, um sein Leben.

Wie die Initiatoren der Auszeichnung mitteilten, standen viele Menschen am Ufer ohne zu helfen. Andere sollen sich noch über den hilflosen Mann lustig gemacht haben.

Der Hopfensee in Bayern (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand)
Der Hopfensee in Bayern picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Reilinger hievt Mann auf Stand-up-Paddle-Board

Der junge Mann aus Reilingen sei dagegen so schnell er konnte zu dem Ertrinkenden gepaddelt, habe ihn auf sein Board gehievt und wohlbehalten zu seiner Familie zurückgebracht. Der gerettete Mann stammt aus Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis).

Junge bekommt Urkunde und Geschenk

Für sein "aufmerksames und couragiertes Verhalten" erhielt Silas Linnebach im Rahmen der Kampagne "Beistehen statt rumstehen" eine Urkunde und ein Präsent.

Kampagne: nicht tatenlos zuschauen, sondern helfen

Die Kampagne ist eine Initiative mehrerer Präventions-Vereine. Die Auszeichnung soll einen Ansporn schaffen, nicht tatenlos zuzusehen, wenn anderen Menschen Unrecht geschieht oder sie in Not geraten. Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, andere zur Mithilfe auffordern, Hilfe über Telefon organisieren, sich um Opfer kümmern - das sind die wesentlichen Eckpunkte dieser Kampagne. Es gehe nicht um Heldentum, sondern um einfache Hilfeleistungen, die für jeden im Grunde selbstverständlich sein müssten, so die Kampagne.

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