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Mit den steigenden Temperaturen sinkt die Zahl der Corona-Infektionen. Die Pandemie rückt zeitweilig in den Hintergrund und andere Themen beherrschen die Schlagzeilen.

5. Mai: Prozess wegen Eisdielen-Attacke in Wiesloch beginnt

Am Wieslocher Amtsgericht beginnt der Prozess gegen drei Brüder, die nach Überzeugung des Gerichts einen rassistischen Angriff auf Besucher einer Wieslocher Eisdiele gestartet haben. Den Männern waren mit Stühlen auf türkisch- und portugiesischstämmige Café-Gäste losgegangen. Ein Angeklagter zeigte den verbotenen Hitlergruß. Zwei Monate nach dem Prozessauftakt werden die Täter wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

15. Mai: Stephan Harbarth neuer Präsident des Bundesverfassungsgerichts

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und gebürtige Heidelberger Stephan Harbarth wird zum neuen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts gewählt. Wegen seiner konservativen Positionen ist diese Personalie nicht unumstritten. In seinem Wohnort Schriesheim sind viele aber stolz auf den nun berühmten Mitbürger.

22. Mai: Fußball-Legende Klaus Schlappner wird 80

Ein echtes kurpfälzer Original feiert einen runden Geburtstag: Der ehemalige Trainer des SV Waldhof Mannheim, Klaus Schlappner, wird 80 Jahre alt. Unter seiner Führung schaffte der SV Waldhof im Jahr 1983 den Aufstieg in die Bundesliga. Schon damals war der gebürtige Lampertheimer in manchen Kreisen Kult - auch wegen seiner markigen Sprüche. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

5. Juni: Neue Fassade der Mannheimer Kunsthalle bröckelt

Hiobsbotschaft für die Mannheimer Kunsthalle: Anfang Juni wird bekannt, dass die Fassade des Neubaus komplett saniert werden muss - und das nur zwei Jahre nach der Eröffnung des Gebäudes. Grund dafür ist, dass sich Teile der aufwändig gestalteten Fassade gelockert haben. Kunsthallen-Direktor Johan Holten sagt dem SWR, für Passanten habe keine Gefahr bestanden.

9. Juni: 1899 Hoffenheim trennt sich von Alfred Schreuder

Überraschung in Zuzenhausen: Eigentlich läuft der Vertrag von Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder noch zwei Jahre. Am 9. Juni gibt der Verein bekannt, dass er sich mit sofortiger Wirkung von dem Niederländer trennt. Zur Begründung heißt es, man habe unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Teams. Für den SWR berichtete damals Matthias Methner über die Hintergründe.

10. Juni: Erstes mobiles Corona-Testlabor in Mannheim

Die Baden-Württemberg-Stiftung gibt bekannt, dass Mannheim das bundesweit erste mobile Corona-Testlabor bekommt. Betrieben wird der Truck von der Universitätsmedizin Mannheim. Das Fahrzeug kostet rund 1,3 Millionen Euro und soll vor allem besonders gefährdeten Einrichtungen wie Pflegeheimen, Flüchtlingsunterkünften, Frauenhäusern und Haftanstalten zur Verfügung stehen. Rund einen Monat später berichetet SWR-Reporterin Stephanie Ley von einem Einsatz des rollenden Labors.

18. Juni: Blutfeiertag in Walldürn fällt aus

Für die Pilger der Wallfahrt zum Heiligen Blut ist der Blutfeiertag einer der Höhepunkte. An der traditionellen Prozession nehmen normalerweise rund 2.000 Menschen teil. In diesem Jahr fallen die Feierlichkeiten wegen der Corona-Pandemie aber aus - zum ersten Mal seit 700 Jahren.

1. Juli: Stadionsprecher Udo Scholz gestorben

Trauer bei den Sport-Fans in der Region: Der langjährige Hallen- und Stadionsprecher der Mannheimer Adler und des 1. FC Kaiserslautern Udo Scholz stirbt im Alter von 82 Jahren nach einem Herzstillstand. Weit über die Grenzen der Region hinaus setzt er sich schon zu Lebzeiten ein Denkmal: Scholz ist der Erfinder des Fangesangs "Zieht den Bayern die Lederhosen aus".

25. Juli: Mannheimer Spiegelfabrik wird geschlossen

Der französische Industriekonzern St. Gobain kündigt an, sein Werk in Mannheim zu schließen. Rund 140 Beschäftigte sind davon betroffen. Das ursprünglich als Mannheimer Spiegelfabrik bekannt gewordene Unternehmen war im 19. Jahrhundert eine echte Institution - und belieferte sogar "Märchenkönig" Ludwig II. von Bayern. Zuletzt stellte die Firma unter anderem Glas für Photovoltaik-Anlagen her.

6. August: Heidelberger Institutsleiter wegen Missbrauchs verurteilt

Das Landgericht Heidelberg verurteilt den 46-jährigen früheren Leiter des Heidelberger Instituts für Jugendmanagment wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Außerdem erhält er fünf Jahre Berufsverbot. Der Angeklagte hatte sich in 68 Fällen an 14 bis 16 Jahre alten Jugendlichen vergangen. Opfer-Anwältin Denise Gerull kritisiert das Urteil im SWR als zu mild.

19. August: Mannheimer Pinguine ziehen in den Frankfurter Zoo

Die Pinguine aus dem Mannheimer Luisenpark müssen wegen Umbauarbeiten vorübergehend nach Hessen  umziehen. Anfangs gibt es im Gehege aber noch Eingewöhnungsschwierigkeiten, berichtete Sabrina Linn vom Frankfurter Zoo im Gespräch mit SWR-Moderator Holger Neumann.

Mannheim

Jahresrückblick 2020 aus dem SWR Studio Mannheim Das war 2020: Januar bis April

Der Blick zurück in das Frühjahr 2020: Er hat auch die Metropolregion Rhein-Neckar tief verunsichert. Die beginnende Corona-Pandemie lähmt das öffentliche Leben. Aber Städte, Kreise und Kommunen halten zusammen.  mehr...

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Im Herbst nimmt die Corona-Pandemie auch in der Kurpfalz wieder an Fahrt auf. Aber auch abseits von Corona ist in der Region jede Menge los.  mehr...

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