Polizei, Blaulicht und Rotes-Kreuz-Rettungswagen in Hockenheim  (Foto: Marco Priebe, PR-Video)

Streit zwischen Mann und seiner Ex-Partnerin

Nach Polizeischüssen in Hockenheim: Mann hantierte mit falscher Pistole

STAND

Bei einem Einsatz am Montag in Hockenheim haben Polizisten mehrfach auf einen Mann geschossen, um ihn zu stoppen. Er soll eine Pistolen-Nachbildung in der Hand gehalten haben.

In Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) kam es Montag zu Schüssen bei einem Einsatz der Polizei. Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) teilten am Dienstag mit, dass ein 37 Jahre alter Mann durch die Schüsse aus Dienstwaffen verletzt worden sei. Sein Zustand sei aktuell stabil, er werde in einem Krankenhaus behandelt.

Streit in Hockenheim zwischen Mann und Ex-Partnerin

Grund für den Polizeieinsatz sei ein Familienstreit in einer Wohnung in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) gewesen. Der unter anderem wegen Drogendelikten polizeibekannte Mann sei dort mit seiner ehemaligen Partnerin in einen Streit geraten. Er habe die Frau, so die Ermittler, am späten Montagnachmittag in ihrer Wohnung aufgesucht.

Hockenheim

Auseinandersetzung in Hockenheim Schuss aus Dienstwaffe: Ein Verletzter bei Polizeieinsatz

In Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat es am Montagabend einen Polizeieinsatz gegeben. Dabei fiel ein Schuss aus einer Dienstwaffe. Ein Mann wurde verletzt.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

Mann hält echt aussehende Pistole

Bei dem Streit habe er eine echt aussehende Pistole in der Hand gehalten. Die Frau alarmierte die Polizei. Der Mann verschanzte sich daraufhin im Hausflur. Die Beamten versuchten laut Staatsanwaltschaft zunächst über eine halbe Stunde lang, den Mann dazu zu bewegen, die Waffe wegzulegen und aus dem Haus zu kommen. Unterdessen trafen weitere Polizei- und Spezial-Kräfte sowie der Rettungsdienst vor Ort ein.

Polizeibeamte schießen mehrfach auf Angreifer

Der 37-Jährige sei schließlich mit der Waffenattrappe in der Hand auf die Beamten zugegangen. Daraufhin schossen die Beamten auf den Mann. Zwei Beamte sollen laut Staatsanwaltschaft und LKA insgesamt sieben Mal auf den Mann gefeuert haben, um ihn zu stoppen. Der Mann sei danach "erstmedizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht" worden.

Videoaufnahmen sollen Schüsse in Hockenheim aufklären

Die Beamten haben dem LKA zufolge das Geschehen mit Bodycams dokumentiert. Die Auswertung dieser Aufnahmen dauere noch an. Die ersten kriminaltechnischen Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der Pistole des Mannes um eine Waffen-Nachbildung gehandelt hat, die einer echten Schusswaffe täuschend ähnlich sehe.

Wiederholter Fall von häuslicher Gewalt

Bei dem Streit soll es sich laut Staatsanwaltschaft um einen wiederholten Fall von häuslicher Gewalt gehandelt haben. Die Ex-Partnerin des Mannes werde deswegen bereits durch die Polizei im Rahmen von Opferschutzmaßnahmen betreut.

STAND
AUTOR/IN
SWR