Zusammenschluss von Medizin und Forschung

Land Baden-Württemberg fördert Medizinstandort Rhein-Neckar

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Das Land Baden-Württemberg stärkt den Medizinstandort Heidelberg-Mannheim. In den Innovationscampus Rhein-Neckar sollen in einem ersten Schritt 40 Millionen Euro investiert werden.

Die "Health and Life Science Alliance" ist am Montag in Stuttgart vorgestellt worden. Mit einer verbindlichen Erklärung der sieben Gründungspartner rückt der Innovationscampus ein Stück näher.

Universität, Fakultäten, Krebsforschungszentrum, EMBL und ZI

Der Innovationscampus bietet künftig den Boden für eine Zusammenarbeit mehrerer Institutionen: Die Universität Heidelberg mit ihren beiden Medizinischen Fakultäten, die beiden Universitätskliniken in Heidelberg und Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Europäische Labor für Molekularbiologie (EMBL), das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung sowie das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) - sie alle sollen gemeinsam an verschiedenen Projekten arbeiten. Mit an Bord sind dann auch Unternehmen aus der Wirtschaft. Medizinforschung und praktische Entwicklung sollen so zusammengeführt und ausgebaut werden.

"Sie wird die Patientenversorgung auf ein neues Niveau heben, den Transfer von Forschungserkenntnissen in die Industrie erheblich beschleunigen, das Profil der Region nachhaltig stärken und nicht zuletzt der Politik ein Instrument in die Hand geben, die nationale und internationale Wissenschafts- und Gesundheitspolitik als Akteur mitzuprägen."

Innovationscampus Rhein-Neckar: 40-Millionen-Euro-Projekt

Schwerpunkt des Innovationscampus soll die Verknüpfung von Medizinforschung und Medizintechnik mit der Wirtschaft sein. Man wolle die Lücke zwischen der Spitzenforschung und der Wirtschaft in Baden-Württemberg schließen. Hier gebe es ein großes Potential, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und führte Unternehmen wie Roche (in Mannheim) und Freudenberg (in Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis) ins Feld. Deren "Know-how", verbunden mit der wissenschaftlichen Exzellenz, könne "Wissen Made in Baden-Württemberg" voranbringen, so die Ministerin.

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"Wissenschaftliche Exzellenz in besonderer Dichte"

Ziel sei es, den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort der Rhein-Neckar-Region zu einem international führenden Zentrum der Lebenswissenschaften, der Gesundheitswirtschaft und der Medizintechnik auszubauen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte, im Rhein-Neckar-Raum gebe es wissenschaftliche Exzellenz in einer besonderen Dichte, Vielfalt und Qualität.

Theresia Bauer (Grüne), Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg, antwortet bei einer Regierungs-Pressekonferenz auf Fragen von Journalisten.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod)
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod

Möglichkeit der "Vernetzung und Zusammenarbeit"

Laut Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut bieten auch die Unternehmen und Start-ups vor Ort "beste Möglichkeiten der Vernetzung und Zusammenarbeit." Zwölf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung bringe die Gesundheitswirtschaft, jeder sechste Arbeitsplatz in Baden-Württemberg hänge davon ab, so Hoffmeister-Kraut.

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. Picture Alliance

Mit der engen Verzahnung im Gesundheitswesen und dem Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis solle eine neue Leitindustrie begründet werden.

"Die Region Heidelberg-Mannheim bietet eine unvergleichliche Dichte an herausragender biomedizinischer Forschung kombiniert mit exzellenter klinischer Forschung und Patientenversorgung."

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Vorbild "Cyber Valley" in Tübingen

Vorbild für den Innovationscampus Rhein-Neckar ist der Wissenschaftsstandort "Cyber Valley" in Tübingen, unter dessen Dach sich ein Forschungsverbund seit 2016 mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt.

An dessen Finanzierung beteiligen sich auch Partner aus der Wirtschaft wie beispielsweise Amazon, Daimler und Bosch, die Universitäten in Stuttgart und Tübingen sowie das Max-Planck-Institut.

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