STAND

Als erste Stadt in Baden-Württemberg konnte Heidelberg die geltende bundesweite Corona-Notbremse wieder lockern. Der Corona-Inzidenzwert lag fünf Werktage unter 100. Jetzt greifen weitere Lockerungen.

In Heidelberg profitiert zunächst der Einzelhandel von den Lockerungen der "Bundes-Notbremse". Geschäfte dürfen wieder "Click and Meet" - also Shoppen mit Termin - anbieten. Dafür ist kein tagesaktueller, negativer Coronatest mehr nötig. Viele Einzelhändler seien erleichtert, sagte Nikolina Visevic vom Citymarketingverein "Pro Heidelberg".

Kosmetik- und Tattoo-Studios in Heidelberg wieder offen

Auch körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage- oder Tattoo-Studios dürfen wieder ohne Test öffnen. Musik-, Kunst- und Jugend-Kunstschulen können Präsenz-Unterricht mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten anbieten. Für Schulen gilt weiterhin die Testpflicht. Der Wechselunterricht muss mit ausreichend Abstand durchgeführt werden.

Video herunterladen (3,8 MB | MP4)

Seit dem 1. Mai greift in Heidelberg wieder ausschließlich die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Damit gibt es nach städtischen Angaben keine nächtlichen Ausgangsbeschränkungen mehr. Außerdem dürfen sich zwei Haushalte mit maximal fünf erwachsenen Personen treffen.

Lockerungen bei Einzelhandel und Dienstleistungen

Gelockerte Regelungen gelten deshalb für den Einzelhandel, für körpernahe Dienstleistungen und auch für die Schulen. Auch Galerien und Museen dürfen wieder öffnen. Deshalb findet zum Beispiel auch die neue Banksy-Ausstellung in der Halle 02 wie geplant statt. Die Bundes-Notbremse tritt wieder in Kraft, wenn die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt.

"Das ist ein kleines Stück mehr Freiheit, das sich die Menschen in Heidelberg verdient haben", teilte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) mit. Er bedanke sich bei allen Heidelbergern für ihre Umsicht und Disziplin.

Neckar-Odenwald-Kreis zieht die Notbremse

Während es in Heidelberg Lockerungen gibt, gelten im Neckar-Odenwald-Kreis seit Freitag die Regelungen der bundesweiten Notbremse. Nach drei Tagen mit einer Inzidenz über 165 haben alle Schulen im Kreis auf Fernunterricht umgestellt. Nur für Abschlussklassen und Förderschulen gibt es laut Landratsamt weiterhin Präsenzunterricht.

Der Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege fällt aus. Genau wie in den Schulen wird aber auch dort eine Notbetreuung angeboten. Der allgemeine Präsenzbetrieb wird nach Aussage des Neckar-Odenwälder Gesundheitsamtes erst wieder möglich sein, sobald die Inzidenz im Kreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 165 liegt.

Mehr zum Thema

Mosbach

Corona-Inzidenz zu hoch Neckar-Odenwald-Kreis zieht Bundes-Notbremse

Der Neckar-Odenwald-Kreis zieht die Bundes-Notbremse: Nach drei Tagen mit einer Inzidenz über 165 müssen ab Freitag erneut alle Schulen im Kreis auf den Fernunterricht umstellen.  mehr...

Aktuelle Einschränkungen und Inzidenzen Welche Corona-Beschränkungen gelten jetzt?

Lockdown, Kontaktbeschränkungen und Öffnungen in Baden-Württemberg. Was hat geöffnet, was nicht? Was darf ich, was nicht?  mehr...

Lage weiter angespannt Corona-Inzidenzwert in Baden-Württemberg sinkt - erstmals Mutante aus Indien nachgewiesen

In Baden-Würtemberg hat das Landesgesundheitsamt am Mittwoch mehr als 4.000 neue Fälle gemeldet. Verschärfungen der Bundes-Notbremse soll es aber nicht geben.  mehr...

Jetzt die SWR Aktuell App runterladen Nachrichten aus Mannheim, Heidelberg oder dem Odenwald aufs Handy

Die SWR Aktuell App bringt Ihnen kurz und knapp alles Wichtige auf Ihr Smartphone. Sie bekommen jetzt auch gezielt Nachrichten aus Mannheim, Heidelberg und dem gesamten Umkreis. So funktioniert's:  mehr...

STAND
AUTOR/IN