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Klima-Aktivisten haben am Mittwochvormittag das Heidelberg-Cement Werk in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) blockiert. Laut Polizei waren es zwischenzeitlich rund 60 Aktivisten, die die Ein- und Ausfahrt des Werks versperrt haben.

Um kurz vor 10 Uhr versammelten sich demnach die Aktivisten mit bunten Flaggen, Gesang und einem großen Banner vor dem Werks-Tor. Die Polizei forderte sie auf, zu gehen und nahm die Personalien auf. Nach Polizeiangaben bestehe der Verdacht der Nötigung, heißt es.

Aktivisten ketten sich an Holzgerüst

Die Aktivisten von "Extinction Rebellion" erklärten, dass sich mehrere Protestierende an ein Holzgerüst vor dem Zementwerk gekettet hatten. Sie wollten mit ihrer Blockade und Redebeiträgen darauf aufmerksam machen, dass die Zement-Industrie aus ihrer Sicht massiv zur Klimakrise beitrage. Laut Polizei trugen alle Teilnehmer Masken und die Aktion verlief friedlich.

UPDATE: #Zufahrt zu Peter-Schuhmacher-Straße wieder frei in #Leimen nach Blockadeaktion von #Aktivisten vor Baustoffkonzern. https://t.co/EoxjdiFv5Q

Die Proteste am Mittwoch waren nicht die ersten Proteste von Klimaaktivisten, die sich gegen das Unternehmen richten. Bereits im vergangenen September hatten sich Menschen mit Bannern und Transparenten vor dem Firmengebäude in Heidelberg versammelt. Nach Polizei-Angaben ist die Straße in Leimen mittlerweile wieder frei.

Vorwurf der Umweltzerstörung Protest vor Firmenzentrale von Heidelberg Cement

In Heidelberg haben rund 20 Umweltaktivisten vor dem Haupteingang des Baustoffherstellers Heidelberg Cement demonstriert. Die Polizei hat den Protest friedlich beendet.  mehr...

Alles für den Klimaschutz | LEEROYS MOMENTE

Yvonne (34) bekommt ihren Sinn für Gerechtigkeit schon als Kind von ihren Eltern vermittelt. Die Familie lebt einige Jahre in Kamerun, ihr Vater arbeitet als Kinderchirurg, die Mutter ist Krankenschwester und Lehrerin für Krankenpflege. "Ich habe schon früh mit sozialem Engagement angefangen, das war meinen Eltern auch wichtig", sagt Yvonne. Zurück in Deutschland und einige Jahre später übersetzt sie für die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl und trifft dabei auf eine Frau aus Kamerun, die nur wenige Jahre älter ist als sie selbst. Die Lebens- und Fluchtgeschichte der jungen Kamerunerin schockiert Yvonne. Sie beginnt, sich mehr und mehr mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu beschäftigen. Yvonne krempelt ihr Leben um, ernährt sich vegan, spart Plastik, stellt Putzmittel selbst her, verzichtet auf Urlaubsreisen, engagiert sich bei "Fridays for Future" und gründet eine Ortsgruppe der Bewegung "Extinction Rebellion". Um sich komplett auf den Umwelt- und Klimaschutz konzentrieren zu können, hängt sie ihr Masterstudium schließlich an den Nagel. Mit Leeroy Matata spricht Yvonne über ihr Leben als Aktivistin und erklärt, warum sie der Überzeugung ist, dass es einen tiefgreifenden Wandel benötigt, um die Klimakrise noch in den Griff zu bekommen.  mehr...

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