Intensivstation mit Geräten (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa / Frank Molter)

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen

GRN-Kliniken fahren Kapazitäten herunter

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Die GRN-Kliniken in der Metropolregion schlagen Alarm, die Kapazitäten der Krankenhäuser sind fast erschöpft. Planbare Operationen werden verschoben, es gibt außerdem in Schwetzingen einen Besucherstopp.

In den vergangenen Tagen sind die Covid-19-Infektionszahlen in der GRN-Klinik Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) gestiegen. Deshalb werden nicht dringliche Operationen vorübergehend ausgesetzt. Auch die Reha für externe Patienten muss geschlossen werden.

Besucherstopp mit Ausnahmen

Außerdem wird ein Besucherstopp verhängt - so die Klinik. Der Besucherstopp betreffe aber nicht die Geburtshilfe. Werdende Väter dürfen genauso in die Klinik wie Angehörige sterbender Patienten. Weitere Infos dazu gibt es auf den Seiten der GRN-Kliniken.

Andere Standorte ebenfalls betroffen

Auch in Weinheim sind mittlerweile planbare, nicht dringliche Operationen zu reduziert worden. Und damit an allen Standorten. Die Lage in den GRN-Kliniken Schwetzingen und Sinsheim sei weiterhin angespannt, heißt es in einer Pressemeldung.

Zahlreiche infizierte Patienten und Mitarbeiter erschwerten die Handlungsfähigkeit. Die Kliniken stünden im gegenseitigen Austausch, um sich zu unterstützen.

Patienten und Mitarbeiter positiv getestet

In zwei Abteilungen in Schwetzingen wurden innerhalb der vergangenen Tage acht Patienten sowie zehn Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet.

"Das Ausbruchsgeschehen konnte leider bisher zwar eingegrenzt, aber nicht gestoppt werden."

Neuer Isolierbereich entsteht

Die Kapazitäten seien nahezu erschöpft, so die Klinikleitung. Im Bereich der Kardiologie solle jetzt ein weiterer Isolierbereich für Corona-Patienten entstehen. Positiv getestete Patienten sowie Kontaktpatienten sollen dort isoliert und behandelt werden.

Als zwar „nicht entspannt, aber noch kompensierbar“, bezeichnet Prof. Dr. Christoph Eisenbach, für das Krisenmanagement verantwortlicher Chefarzt der GRN-Klinik Weinheim, die Lage.

"Viel mehr darf nicht passieren, insbesondere im Bereich der Normalstation."

Rettungsdienst fährt Klinik nur noch im akuten Notfall an

Die Klinik wird vorübergehend von der Leitstelle abgemeldet. Um für freie Betten zu sorgen, werden Patienten, denen es zuzumuten ist, entlassen.

"Mit den getroffenen Maßnahmen möchten wir zum einen unsere Mitarbeiter und Patienten bestmöglich schützen, zum anderen möchten wir Kapazitäten schaffen, für alle Patienten, die notfallmäßig einer Behandlung bedürfen.“

Auch alle Mitarbeiter und Patienten der Rehaklinik werden getestet. Anfang nächster Woche sollen die Maßnahmen dann überprüft und über das weitere Vorgehen entschieden werden, so die Leitung des Krankenhauses.

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