Ein Arzt impft einen Patienten gegen Grippe (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Zacharie Scheurer/dpa Themendienst)

Bundesweites Modellprojekt

Mannheimer Apotheken bieten Grippeschutzimpfungen an

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Alle reden über die Corona-Impfung. Im Herbst kommt aber auch die Grippesaison. Influenza-Impfungen gibt es jetzt auch in Mannheimer Apotheken - im Rahmen eines Modellprojekts für bestimmte Personengruppen.

Die Grippe hat in manchen Jahren in Deutschland schon mehrere tausend Tote gefordert. Deshalb empfiehlt das Robert-Koch-Institut auch einer Grippeimpfung für über 60-Jährige. In einem bundesweiten Pilotprojekt bieten zum ersten Mal auch ausgewählte Apotheken eine Grippeschutzimpfung an. Jedes Bundesland hat drei Modellregionen. Eine davon ist in Mannheim.

Nur für AOK-Versicherte

Geimpft werden können aber nur Menschen, die bei der Krankenkasse AOK versichert sind. Die Versicherten müssen ihren Wohnsitz nicht in der Modellregion haben.

"Das Modellprojekt soll zeigen, ob die Bevölkerung dieses Angebot in der Apotheke annimmt."

An dem Projekt können alle Apotheken teilnehmen. Die Apothekerinnen und Apotheker wurden für die Impfungen geschult. Es sind aber nicht alle Apotheken beim Start des Projekts dabei. Die Schulungen konnten coronabedingt erst spät starten, sagt der Landesapothekerverband.

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"Dieser weitere, niedrigschwellige Zugang zur Grippeimpfung in öffentlichen Apotheken macht es den Menschen leichter, sich gegen Influenza impfen zu lassen."

Das bundesweite Pilotprojekt ist auf drei Jahre ausgelegt und soll wissenschaftlich begleitet werden. Dafür wird jede in einer Apotheke verabreichte Impfung anonym dokumentiert.

Drei Modellregionen in Deutschland

In Baden-Württemberg sind Apotheken im Raum Mannheim, rund um Esslingen/Göppingen und in Ost-Württemberg dabei. Welche Apotheken am Modellprojekt teilnehmen, ist hier zu finden.

Wer sich gegen die Grippe und das Coronavirus impfen lassen will, kann das auch zeitgleich tun. Laut des Chefs der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, gebe keine Hinweise darauf, dass einer der beiden Impfstoffe bei einer parallelen Impfung nicht mehr wirke.

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