Offener Brief von Friedensaktivisten

Heidelberger fordern Debatte über Frieden in Ukraine

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Eine Gruppe Friedensaktivisten in Heidelberg fordert hiesige Bundestagsabgeordnete und Parteien dazu auf, sich für eine zivile Friedenslösung in der Ukraine einzusetzen.

In einem Offenen Brief an die Abgeordneten lehnen sie eine weitere Aufrüstung ab. Zudem verschärfe der Krieg die Klimaproblematik. Die Politiker, die Heidelberg im Bundestag vertreten, sollen zu einer öffentlichen Debatte darüber in Heidelberg einladen, heißt es in dem Offenen Brief.

Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten (Foto: SWR)
In diesem Offenen Brief wird der Friedensappell begründet

Öffentliche Debatte dringend notwendig

Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses Briefes erschüttert. Wörtlich heißt es weiter: "Unser politischer Verstand sagt uns aber, dass wir den 'Schockzustand' dringend verlassen und eine öffentliche Debatte über die notwendigen politischen Schritte führen müssen. Nicht nur in Talkshows und im Bundestag."

Die Friedensaktivisten teilten am Mittwoch mit, dass aus ihrer Sicht der Krieg in der Ukraine auch erhebliche Folgen für die Umwelt, das Klima und die sozialen Lebensverhältnisse habe. Sie appellieren an die Politik, sich auf eine europäische Sicherheits-Architektur mit Einbeziehung Russlands zu besinnen.

Militärische Maßnahmen "nicht zielführend"

"Es geht nicht nur um über 100 Milliarden Euro zur militärischen Aufrüstung. Es geht um nichts weniger als um eine mehrfache Bedrohung unseres Planeten."

Militärische Maßnahmen seien allein nicht zielführend, sie müssen den Aktivisten zufolge ersatzlos aus der internationalen Politik gestrichen werden. Eine Sprecherin erklärte, bei den Friedensaktivisten handle es sich um Personen aus Heidelberg, die sich seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik engagierten.

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