Der Mannheimer City-Aiport bekommt Hilfen vom Bund (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

Eine Million Euro jährlich

Bund bezahlt Fluglotsen am City-Airport

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Die Bundesrepublik trägt in Zukunft die Kosten für die Fluglotsen am City-Airport Mannheim. Ein Geldsegen für den Flughafen, denn die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro jährlich.

Es ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen, die eine Gleichstellung kleiner und großer Flughäfen zum Ziel hatten. In den großen Flughäfen trägt der Bund schon lange diese Kosten. Ab 1. September fließen jetzt eine Million Euro pro Jahr für die Flugsicherung in die Kassen des Mannheimer Flughafens.

Corona macht sich auch am Mannheimer Flughafen bemerkbar

Die Million pro Jahr gleicht ungefähr das Defizit aus, das der Flughafen zurzeit hat. Der Flugverkehr in der Linie nach Hamburg und Berlin liegt noch brach, bis die Geschäftsreisen wieder in Gang kommen. Wann das der Fall ist, ist noch unklar. Immerhin hatten vor Corona rund 700 Firmen aus der Region Flüge in die beiden Metropolen gebucht. Besser gehen hingegen die Flüge nach Sylt dreimal die Woche.

Ein gutes Geschäft sind auch die Frachtflüge mit den kleineren DO 228, die 1,5 Tonnen tragen können, ungefähr so viel wie zwei Sprinter-Lieferwagen. Normal laufen auch die anderen Standbeine der Flugplatz GmbH, die Privatflieger und die privaten Geschäftsflieger.

Klimadebatte und der Mannheimer City-Airport

Die Klimadebatte beschäftigt aber auch die Manager des Flugplatzes und der Rhein-Neckar Air intensiv. Die ersten Kurzstreckenflüge mit elektrisch betriebenen Maschinen rücken näher. Gerade das sei eine riesige Chance für Mannheim, so Geschäftsführer Dirk Eggert.

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SWR