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Seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag ab Null Uhr gilt sie wieder: Die Ausgangssperre in Mannheim. Laut Polizei verlief die erste Nacht aber ohne größere Zwischenfälle.

Nach Angaben der Polizei gab es bei den Kontrollen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nur wenige Beanstandungen, die meisten Menschen haben sich demnach an die Ausgangssperre gehalten.

"Wir haben 20 Verstöße feststellen können, die aber alle vor Ort mit einer mündlichen Verwarnung erledigt werden konnten. Eine Anzeige gab es nicht."

Christopher Weselek, Sprecher des Mannheimer Polizeipräsidiums

Die Mannheimer Polizei hofft, dass die zweite Ausgangssperre genauso abläuft wie die erste, sagt Christopher Weselek, Sprecher des Mannheimer Polizeipräsidiums. Denn beim letzten Mal, so sagt er, seien die Bürgerinnen und Bürger und die Polizei mit gegenseitigem Verständnis gegenübergetreten. Die Situation sei ja für alle nicht so einfach.

Wie sehen die nächtlichen Polizeikontrollen aus?

Die Mannheimer Polizei mache einen Mix aus mobilen und stationären Kontrollstellen, sagt Weselek. Und dann sei es wie beim letzten Mal auch: Die Menschen auf der Straße werden gefragt, was der Grund für ihren Ausgang ist. Wenn es trifftige Gründe gibt, dann sei das kein Problem, so Weselek.

"Sollte dem mal nicht so sein, dann werden wir gerade in der Anfangsphase mit Fingerspitzengefühl vorgehen und wirklich nur in den Fällen, in denen es konsequent ausgenutzt oder sich erst gar nicht daran gehalten wird, da werden wir dann natürlich auch hart durchgreifen und sanktionieren."

Christopher Weselek, Sprecher des Mannheimer Polizeipräsidiums

Ausgangssperre: Neue alte Corona-Maßnahme

Die Ausgangssperre in Mannheim gilt zwischen 21 und 5 Uhr darf dann nur unterwegs sein, wer einen trifftigen Grund hat - dazu gehört beispielsweise der Weg zur Arbeit. Die neue alte Maßnahme gilt vorerst bis zum 11. April, kann bei sinkenden Corona-Zahlen aber auch schon früher aufgehoben werden.

Angesichts der steigenden Inzidenz habe man mit der Maßnahme nicht weiter warten können, so die Stadt. Die 100er-Marke ist schon seit Mitte März in Mannheim überschritten. Stand Donnerstagnachmittag liegt der Inzidenzwert in der Quadratestadt bei 167,1. Die Stadt Mannheim hat daraufhin am Mittwochabend eine neue Allgemeinverfügung erlassen.

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Ein Vergleich mit anderen Städten und Kreisen der Region

Im Rhein-Neckar-Kreis liegt der Inzidenzwert bei 119,1 (Stand Freitagmorgen). Der Kreis hat schon vor über drei Tagen die kritische 100-Marke überschritten, weshalb hier am Mittwoch die sogenannte Notbremse gezogen wurde. Das bedeutet: Der Kreis hat einige Lockerungen zurückgenommen. So mussten zum Beispiel viele Geschäfte wieder schließen und es gelten strengere Kontaktbeschränkungen.

In Heidelberg liegt der Inzidenzwert bei 82,4 (Stand Freitagmorgen) - Tendenz steigend. Auch im Neckar-Odenwald-Kreis liegt dieser Wert noch unter 100: Stand Donnerstag bei 66,1.

Mannheim

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